Artenschutz

Seltene Nerze bekommen Nachwuchs im Tierpark Recklinghausen

Im Tierpark gibt es kleine, neue Bewohner: Nerze! Die seltenen Säugetiere sind dort erst seit Kurzem zu Hause und haben schon Nachkommen. Und genau das ist das Ziel eines Artenschutzprojektes.
Gestatten? Das ist die Neue im Tierpark Recklinghausen: eine Nerzdame, die vor wenigen Tagen bereits Nachwuchs geboren hat. © Tierpark RE

Ihr dichtes Fell ist dunkelbraun, am Kinn ziert sie ein weißer Fleck: Viele Jahre wurden sie wegen ihres Fells gejagt, nun gehören sie zu den am stärksten bedrohten Säugetierarten Europas: die Nerze. Der Tierpark Recklinghausen will dem Aussterben entgegenwirken und beteiligt sich jetzt an einem Artenschutzprojekt des Vereins „EuroNerz“.

Bereits eingezogen ist eine junge Nerzdame, die vor wenigen Tagen sogar Nachwuchs bekommen hat. „Sobald die Kleinen alt genug sind, werden sie auf ein Leben in der freien Wildbahn vorbereitet und dann ausgewildert“, erklärt Elisabeth Schüller, leitende Tierpflegerin im Tierpark Recklinghausen.

In Deutschland ist die Tierart bereits ausgerottet. Insgesamt, schätzen Fachleute, sind nur noch einige Tausend Nerze in freier Wildbahn in Europa zu finden. Der „Sumpfotter“, wie der Europäische Nerz auch genannt wird, wohnt am liebsten an den Ufern von Seen oder Flüssen und anderen Feuchtgebieten. Dabei bevorzugt er Sümpfe mit dichtem Bewuchs, die ihm reichlich Nahrung und Verstecke bieten.

Mit „Veggie“ haben Nerze übrigens nichts am Hut: Die nur 30 bis 40 Zentimeter großen, schlanken Raubtiere sind mit dem Marder verwandt und ausgesprochene Fleischliebhaber. Der Verein EuroNerz setzt sich für den Erhalt der Tierart ein und fördert aktiv die Zucht und Wiederansiedlung. Mit einem Gehege, das für Nerze umgebaut wurde, unterstützt der Tierpark nun dieses Vorhaben.

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