Solidarität mit Demonstranten im Iran So unterstützt Recklinghausen den Protest der Menschen

Redakteurin
Menschen demonstrieren mit Fahnen und Schildern für die Protestierenden im Iran
Weltweit solidarisieren sich Menschen mit den Protestierenden im Iran. Am 10. Dezember findet auch in Recklinghausen eine Mahnwache statt. © dpa
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Am Samstag, 10. Dezember, ist der Internationale Tag der Menschenrechte. Verschiedene Gruppen aus Recklinghausen nutzen dieses Datum, um an der Ecke Erlbruch/Kaiserwall am Rande des Wochenmarkts ihre Solidarität mit den Menschen im Iran zu zeigen. Seit dem gewaltsamen Tod der 22-jährigen Jina Masha Amini im Polizeigewahrsam in Teheran Mitte September reißen die Proteste nicht ab. Die zunächst von Frauen und Mädchen initiierte Protestbewegung hat sich zu Massenprotesten im Iran ausgeweitet und wird inzwischen getragen von allen Teilen der iranischen Zivilgesellschaft.

Amnesty International Kreis Recklinghausen, Gasthaus/Gastkirche, Bündnis 90/Die Grünen, Die Fraktion die Linke sowie das Frauenforum Recklinghausen haben bereits vor einigen Wochen eine Mahnwache für die Protestierenden im Iran gehalten.

Nun laden sie für den 10. Dezember von 11.30 bis 12.30 Uhr erneut dazu ein, sich mit den Menschen im Iran zu solidarisieren, die für Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben gegen die Unterdrückung des Regimes ihr Leben riskieren. Denn das Vorgehen des islamistischen Regimes gegen die eigenen Bürger wird immer brutaler. Bisher wurde der Tod von Protestlern während der Demonstrationen in Kauf genommen.

Am 8. Dezember hat die erste Exekution seit Beginn der Massenproteste vor etwa drei Monaten internationale Empörung ausgelöst. Der 23-jährige, zum Tode verurteilte Mohsen Shekari war hingerichtet worden.