Wetter-Nachlese

Sonne satt und zwei Tage mit reichlich Regen

Sommerferien hin oder her – die „Wetterfrösche“ des Marie-Curie-Gymnasiums haben die Lage stets im Blick. Für die RZ haben sie jetzt die Juli-Daten der schuleigenen Station ausgewertet.
Warm, sonnig und zeitweise richtig nass – so war der Juli 2021 in Recklinghausen. © Ingo Junker/Medienhaus Bauer

Bei der „Wetterfrosch“-AG des Marie-Curie-Gymnasiums (MCG) hat eine neue Zeitrechnung begonnen: 13 Jahre lang leitete Lehrer Ulrich Möser die Nachwuchs-Meteorologen bei der Analyse der Messergebnisse an, ehe er zum Schuljahreswechsel in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Noch steht er nicht auf dem Surfbrett, sondern beratend hier im MCG“, verrät Mösers Nachfolgerin Angelika Winkelmann, die gemeinsam mit Schülerin Sarah Kostka die Auswertung vorgenommen hat.
Und die „Wetterfrösche“ haben für den Juli 2021 in Recklinghausen einige bemerkenswerte Fakten herausgefiltert: So gab es an der Station an der Görresstraße mit 185,2 Millimetern mehr als doppelt so viel Regen wie im Durchschnitt. Zum Vergleich: Der Deutsche Wetterdienst hat für seine Station in Essen für die Jahre von 1990 bis 2020 einen Mittelwert von 89,3 Millimetern Regen im Juli errechnet.

Starkregen beschränkte sich auf insgesamt drei Stunden

„Allerdings fiel fast genau die Hälfte dieser Menge, nämlich 93,0 Millimeter, an nur zwei Tagen, nämlich am 14. und 15. Juli, den Tagen der Hochwasserfluten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz“, weiß Sarah Kostka. „Im Gegensatz zu diesen Starkregenereignissen beschränkte sich der Niederschlag in Recklinghausen jedoch auf ca. dreimal eine Stunde gegen Abend des 14. Juli und in der Nacht zum 15. Juli“, ergänzt Angelika Winkelmann.

Bei den Temperaturen reichte die Spanne von heißen 32,3 Grad am späten Nachmittag des 18. Juli bis hin zu frischen 12,2 Grad, die drei Tage später frühmorgens im Nordviertel gemessen wurden. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur lag mit 26,6 Grad um 3,2 Grad höher als das langjährige Mittel. „Der Juli startete zwar sehr kühl mit einer Tageshöchsttemperatur von 14,2 Grad am 1. Juli, steigerte sich dann aber schnell und lag meist bei Werten von über 25 Grad“, berichten die MCG-„Wetterfrösche“. 25-mal gab es per Definition Sommertage mit mehr als 25 Grad, darunter drei sogenannte „heiße“ Tage mit mehr als 30 Grad. Und auch die nächtlichen Tiefsttemperaturen lagen mit 15,2 Grad ein Grad über dem Durchschnittswert.

293 Sonnenstunden sind überdurchschnittlich

Die ungewöhnliche Wärme erklären sich die „Wetterfrösche“ nach einem Blick auf die Sonnenstunden so: Mit 293,0 Sonnenstunden lag der vergangene Monat weit über dem Juli-Vergleichswert aus Essen von 204,7 Stunden. Im Schnitt gab es 9,5 Stunden Sonne pro Tag, erwartbar waren anhand der Zahlen aus Essen lediglich 6,6 Stunden. Und: An zwölf Tagen lag die Sonnenscheindauer in Recklinghausen bei mehr als elf Stunden. Allerdings gab es auch an insgesamt 19 Tagen Niederschläge.

Der Abend in Recklinghausen

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