In der Sporthalle

Sportunterricht mit Maske verlangt Schülern viel ab

Schon das Gehen mit Schutzmaske fällt manchen Menschen schwer. Wie sieht es dann erst mit Sport unter der Maske aus? Für einige Schüler in Recklinghausen ist das derzeit Realität.
Halte- und Kräftigungsübungen wie diese stehen meist auf dem Programm, wenn Schüler in diesen Tagen mit Schutzmasken Sport treiben müssen. © picture alliance/dpa

Die aktuell geltenden Bestimmungen wollen es so: Findet Schulsport in der Halle statt, müssen die Schüler – anders als Freizeitsportler – Masken tragen. Das soll eigentlich die Ausnahme sein, aber es kommt vor. Auch an den vergangenen heißen Tagen. An der Käthe-Kollwitz-Schule in Süd hat ein Drittel der Schüler Sport in der Halle, zwei Drittel gehen dafür an die frische Luft. „Wir haben ein rollierendes System“, sagt Schulleiter Michael Neckenig. Das heißt: Jede Schülerin, jeder Schüler muss sich auch mal in der Sporthalle ertüchtigen – mit Maske.

Den Puls nicht in die Höhe treiben

In der Halle sollen laut Neckenig jedoch keine „hochpulsigen“ Sportarten auf dem Stundenplan stehen. Auf der Webseite der Landesregierung heißt es dazu: „…intensive ausdauernde Belastungen in Sporthallen sind unzulässig.“ Am Hittorf-Gymnasium sind die Sportlehrer auch an den vergangenen heißen Tagen dazu übergegangen, auch mal eine Theoriestunde einzulegen. „Andere Kollegen sind mit ihren Klassen oder Kursen auch schon einmal über die Straße auf die große Wiese am Prosper-Hospital gegangen“, berichtet der stellvertretende Schulleiter Simon Schröder. Generell überwiege am Gymnasium an der Kemnastraße die Freude darüber, dass endlich wieder Sportunterricht möglich sei.

Nach Möglichkeit nach draußen

Damit die Sportstunde mit Maske in der Halle nicht zu strapaziös wird, hätten die Lehrer ein breites Repertoire an Übungen entwickelt, die den Puls nicht allzu sehr in die Höhe treiben. Dazu zählen sogenannte Halteübungen, die gezielt bestimmte Muskelgruppen und die Koordinationsfähigkeit trainieren.

Manch geplante Sportstunde sei allerdings in der vergangenen Woche schlicht dem Wetter zum Opfer gefallen. Die Schüler hatten hitzefrei. Mit einem Tartanplatz nebst Basketballfeld verfüge das Hittorf auch über genügend Möglichkeiten, den Sportunterricht überwiegend ganz nach draußen zu verlagern, sagt Simon Schröder.

Sport in der Pandemie im Freien

So hält es auch die Ortlohschule. Die Grundschüler waren in den vergangenen Wochen in den Sportstunden ausschließlich draußen. Das ist ganz im Sinne der Landesregierung. Sportunterricht soll in der Regel im Freien stattfinden.

Und wenn es dann doch mal in die Halle geht? Für KKS-Leiter Michael Neckenig kein Problem. Er sagt: „Unsere Schüler sind sehr diszipliniert und leidensfähig.“

Der Abend in Recklinghausen

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