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Stadt Recklinghausen fällt zwei große Kiefern an der Sternwarte

In den nächsten Wochen wird die Stadt zwei der großen Kiefern westlich der Sternwarte fällen. Die Begründung dürfte nicht jedem Naturfreund gefallen.
An der Sternwarte im Stadtgarten fällt die Stadt zwei Kiefern. © Thomas Nowaczyk (Archiv)

Die Sternwarte ist von großen Kiefern umgeben. Mittlerweile sind die mehr als 70 Jahre alten Bäume so groß, dass sie die Sicht behindern. Hier und da wurden die Bäume in den vergangenen Jahren schon zurückgeschnitten. Doch das reicht nun offenbar nicht mehr aus. Zwei der Kiefern sollen noch bis März gefällt werden, teilt die Stadt mit.

Die Bäume stehen westlich der Sternwarte im Stadtgarten. Vor allem das Schulprogramm der Einrichtung sei betroffen. „Die beiden Kiefern stehen im Blicksektor des benachbarten Knappschaftskrankenhauses, das als Ziel für Peilungsübungen sowie zur Demonstration der Leistungsfähigkeit des Fernrohrs dient“, heißt es in einer städtischen Mitteilung. Das Fällen der Bäume sei nötig, damit die Sternwarte ihrem Lehrauftrag nachkommen könne.

Drei weitere Kiefern könnten hingegen erhalten bleiben. Sie reduzieren das Sichtfeld offenbar nur minimal. „Nach Prüfung aller Möglichkeiten haben wir uns entschieden, die Bäume im Randbereich zu erhalten“, sagt Stefan Frackowiak, Abteilungsleiter Stadtgrün und Straßenbau.

Die Kiefern an der Sternwarte wurden vor 72 Jahren gepflanzt. Laut Stadt weisen sie „Vitalitätsstufen im mittleren Bereich“ auf. Die Bäume an der Sternwarte unterliegen nicht der Baumschutzsatzung, da es sich um einen Außenbereich handelt. Ersatz sei bereits gepflanzt. Die Stadt spricht von Birken an der Nieberdingstraße südlich der Mollbeck.

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