Ferienkinder spielen Demokratie

Tesche auf Amtsbesuch in „Paulihausen“

Jedes Jahr wird aus der Bauspielfarm an der Lülfstraße in Recklinghausen-Suderwich das autonome Dorf „Paulihausen“. Zwei Wochen lang simulieren Sechs- bis 14-Jährige dort eine Demokratie.
In Paulihausen versuchten sich Bürgermeister Christoph Tesche (l.) und Michael Materna (Vorsitzender Verein für Jugendheime) in der Kunst des Jonglierens. © Stadt RE

In Paulihausen gibt es einen Dorfrat und eine Vollversammlung, die nach demokratischen Prinzipien funktioniert. In den Sommerferien verwandelt sich die Bauspielfarm in Suderwich in eine autonome Kommune, in der Kinder das Sagen haben. Jetzt empfingen die Regierenden Christoph Tesche, Bürgermeister der Partnerstadt Recklinghausen.

Rund 100 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren leben in Paulihausen. Sie haben ein Rathaus, eine Holzwerkstatt, eine Küche, ein Casino und eine „Chill-Zone“. In der Kommune auf Zeit wird sogar mit einer eigenen Währung bezahlt. Die Regeln, nach denen in Paulihausen gelebt wird, bestimmen die Mädchen und Jungen selbst.

Bei seinem Amtsbesuch lobte Recklinghausens Bürgermeister das Dorf: „Paulihausen schafft einen großartigen Rahmen, der es Kindern ermöglicht, sich frei zu entfalten und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Es ist toll zu sehen, wie Kinder hier auf der Bauspielfarm spielend lernen, wie Gesellschaft funktioniert.“ Dem „Senat“ von Paulihausen, Bauspielfarm-Leiter Raphael Lämmerzahl, überreichte Tesche eine Spende für Eiskasse.

Seine Souveränität erlangte Paulihausen im Jahr 2010. Seitdem wird dort jedes Jahr in den Sommerferien gespielt, gelernt, gewerkelt. Die Kinder können sich in verschiedenen Werkstätten kreativ betätigen und beim Mitmach-Zirkus einbringen.

Der Abend in Recklinghausen

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