Antisemitismus

Theodor Heuss und seine Feldzüge gegen das Vergessen

Die Volkshochschule lädt für Donnerstag, 4. November, zu einem Vortrag ein. Prof. Karl-Josef Kuschel widmet sich Theodor Heuss, der den Finger immer wieder in die deutsche NS-Wunde legte.
Als erster Bundespräsident setzte sich Theodor Heuss vehement gegen das Verdrängen und Verschweigen der Nazigräuel ein. © picture-alliance/ dpa

Nie wieder Diktatur, nie wieder Krieg von deutschem Boden aus und nie wieder Rassismus und Antisemitismus – das war das Credo des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. In seinem VHS-Vortrag am Donnerstag, 4. November, im Bildungszentrum des Handels am Wickingplatz 2-4, widmet sich der Tübinger Theologe und Kulturwissenschaftler Prof. Karl-Josef Kuschel Heuss’ Feldzügen gegen das Vergessen.

In zahlreichen seiner Reden wies Heuss auf das Erliegen des deutschen Volkes an die Nazi-Ideologie hin – alles in einer Zeit, die nur nach vorne schauen und die jüngste Vergangenheit am liebsten vergessen wollte. Er legte in diesen Reden die beispiellosen Verbrechen der Deutschen am jüdischen Volk frei und warb jenseits von Kollektivschuld und -verdrängung für eine Verantwortung aller Deutschen.

Der Vortrag von Kuschel findet in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Kreis Recklinghausen, dem Theodor-Heuss-Gymnasium und mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung statt.

Eine Anmeldung ist per E-Mail unter vhs@recklinghausen.de, online auf www.vhs-recklinghausen.de oder telefonisch unter 02361/50-2000 erforderlich. Der Vortrag ist kostenlos und beginnt um 19 Uhr. Der Besuch der Veranstaltung ist ausschließlich mit 3G-Nachweis möglich.

Der Abend in Recklinghausen

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