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Unwetter in Recklinghausen: Musikschule und Sternwarte schließen am Freitag

Der Deutsche Wetterdienst kündigt auch für Recklinghausen Unwetter am Donnerstag und Freitag (19./20.5.) an. Feuerwehr, Gastronomen und Stadt haben die Lage im Blick.
Dunkle Wolken am Himmel über der Altstadt Recklinghausens.
Die Unwetterfront erreicht am Donnerstagnachmittag Recklinghausen. Links ist die Pauluskirche zu sehen. © Alexander Spieß

Wir halten Sie an dieser Stelle über das Sturm-Geschehen in Recklinghausen auf dem Laufenden.

Update, 20. Mai, 16:18 Uhr: In Recklinghausen regnet es. Dabei geht nur ein leichter Wind. Von einem schweren Unwetter kann derzeit keine Rede sein. In den benachbarten Städten sieht es ähnlich aus.


Update, 20. Mai, 12:02 Uhr: Musikschule und Sternwarte schließen
Wegen der aktuellen Unwetterwarnung für den Nachmittag fällt der Unterricht der Musikschule am Freitag (20.5.) aus. Das teilt die Stadt mit. Auch die für diesen Freitag geplanten Veranstaltungen in der Sternwarte im Stadtgarten („Reise durch unser Sonnensystem“ und „Sternenhimmel pur“ ) fallen aus.


Update, 19. Mai, 16.33 Uhr:
Angesichts der Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für Donnerstag und Freitag haben Bürgermeister Christoph Tesche und der Erste Beigeordnete Ekkehard Grunwald am Donnerstag im Rathaus den „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) einberufen. Die Stadt fordert alle Einwohner auf, sich möglichst in geschlossenen Räumen aufzuhalten und insbesondere Waldflächen oder Parks nicht zu betreten. Die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) bitten die Haushalte, deren Müllbehälter am Freitag abgefahren werden, diese nicht wie üblich am Donnerstagabend, 19. Mai, sondern erst am Freitagmorgen, 20. Mai, herauszustellen. Ersatzlos abgesagt hat die Stadt den für Freitag (20.5.) geplanten Wochenmarkt auf dem Süder Neumarkt.

Update, 16:25:
Bislang hat das Unwetter in Recklinghausen scheinbar keine Zerstörungen angerichtet. Mit starken Sturmböen hatte die Gewitterfront das Stadtgebiet am Donnerstagnachmittag erreicht. Die Leitstelle der Polizei vermeldete auf ihrer Internetseite bis 16.20 Uhr zwei Sturmeinsätze am Herzogswall und am Elper Weg. Doch vor Ort konnte unsere Redaktion weder Schäden noch Einsatzfahrzeuge beobachten.

Update, 15:25 Uhr:
Die Unwetterfront hat Recklinghausen fast erreicht. Derweil kündigt die Kreisverwaltung an, ab dem späten Nachmittag, spätestens ab 18 Uhr, vorsorglich mehrere Kreisstraßen zu sperren, „bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass Bäume umstürzen.“ Gerechnet wird mit Orkanböen von bis zu 110 km/h. In Recklinghausen sperrt der Kreis den Oerweg zwischen Ölpfad/Lange Wanne und Autobahnzubringer L511 sowie zwischen dem Zubringer und der Groß Erkenschwicker Straße. „Die Zufahrt für Anlieger bleibt möglich, allerdings sollte dieser Bereich so wenig wie möglich befahren werden“, appelliert die Kreisverwaltung. Der Oerweg bleibt wegen der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes am Freitag komplett gesperrt. Geplant sei, ihn Samstagvormittag wieder für den Verkehr freizugeben.

Update, 12:45 Uhr:
Die Stadt Recklinghausen erklärt auf Anfrage, dass es wegen des angekündigten Unwetters derzeit zu keinerlei Einschränkungen im Stadtgebiet kommt. Das Unwetter werde erst für den frühen Abend erwartet. So habe aktuell auch der Tierpark im Stadtgarten wie gewohnt geöffnet. „Sollte sich die Wettersituation wider Erwarten ändern, ist es möglich, dass dieser eine halbe Stunde früher schließt – also um 17.30 Uhr“, sagt Isabel Wessels aus der Pressestelle im Rathaus. Auch für die Freibäder sei derzeit keine frühere Schließung geplant. „Sobald ein Gewitter aufzieht, müssen die Besucher lediglich das Wasser verlassen.“ Auf Änderungen der Wetterlage werde die Stadt schnell reagieren.

Mit starken Sturmböen hat das Unwetter am Donnerstagnachmittag die Recklinghäuser Altstadt erreicht. © Ralf Wiethaup

Ursprüngliche Meldung: Die Feuerwehr Recklinghausen bereitet sich darauf vor, ab den Nachmittagsstunden zu zahlreichen Einsätzen auszurücken. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Feuerwehrchef Thorsten Schild. „Wir haben noch einmal überprüft, ob auch wirklich alles funktioniert.“ Dazu zählten unter anderem die Kettensägen. Falls Bäume umstürzen, spielen diese Werkzeuge eine Schlüsselrolle.

Was genau am Donnerstag und Freitag auf die Recklinghäuser zukommt, weiß auch Thorsten Schild nicht. Er geht von einem regional ganz unterschiedlichen Geschehen aus: „Es kann sein, dass in einem Stadtteil Land unter ist und in einem anderen von Unwetter gar keine Spur.“

Üblich für ein starkes Unwetter seien viele parallele Einsätze. „Dann“, so Schild, „können wir natürlich nicht überall innerhalb der vorgeschriebenen acht Minuten sein.“ Vielmehr müssten die Helfer die Einsätze dann nach Priorität abarbeiten. Ganz oben auf der Liste stehen dann Lagen, bei denen Menschen in Gefahr sind, zum Beispiel, wenn ein Baum auf ein Auto stürzt, in dem Personen sitzen. Schild: „Da ist etwas Wasser im Keller weiter unten in der Priorität.“

Auch der Recklinghäuser Gastronom Uwe Suberg behält die Wetterlage im Blick. Der Inhaber u.a. des „italian“ am Altstadtmarkt und der Hausbrauerei „Suberg‘s bei Boente“ sagt: „Wenn es losgeht, machen wir im Außenbereich die Schirme zu und fahren die Markisen ein.“ Dabei seien die Schirme durchaus widerstandsfähig: „Die halten auch geöffnet noch Windstärke 10 aus.“

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