Schnatgang

Verkehrsverein kehrt aus Corona-Pause zurück

Elf Monate hat es gedauert, bis der VV Suderwich/Essel wieder einen Schnatgang anbieten konnte. Dieser stand unter dem Motto: „Surk – von der Bergbaustadt zurück zu den bäuerlichen Wurzeln“.
Der Schnatgang des Verkehrsvereins Suderwich/Essel ist Pflichtprogramm für zahlreiche Wanderfreunde. © Rolf Peter Polus

Der Schnatgang beginnt an der „Akkulok“ an der König-Ludwig-Trasse. Friedhelm Steckel, der Suderwicher Geschichtsprofessor, erläutert der Gruppe die Funktion der Lok und erzählt einiges zur Schachtanlage König-Ludwig VII/VIII. Von dort aus geht es weiter zum Heidekämpchen, einer Siedlung aus den 1920er-Jahren. Sie ist architektonisch, städtebaulich und sozialgeschichtlich von Bedeutung.

Die „Heidekämpchen“-Siedlung aus den 1920er-Jahren zeichnet sich durch ihre architektonische und städtebauliche Struktur aus. © Rolf Peter Polus © Rolf Peter Polus

Von dort geht es weiter in der Zeit zurück zur „Alten Kolonie“ an der Wilhelminen- und Elisabethstraße (heute Margaretenstraße). Diese wurde zwischen 1902 und 1903 erbaut. Hier gibt es einige Besonderheiten: Die Ziegel, aus denen die Häuser gemauert wurden, stammten aus den beiden ehemaligen Suderwicher Ziegeleien Ehling und Tillmann. Des Weiteren hat jedes Haus seine eigene Ornamentik, die unter Denkmalschutz steht.

Biobauern öffnen die Türen zum Schweinestall

Das nächste Ziel ist die Zeche König-Ludwig IV/V, die 1946/47 durch ihre Kohlespende an die Hamburger Schauspieler die Geburtshelferin der Ruhrfestspiele wurde. 1904 wurde hier die erste Kohle gefördert, 1965 wurde der Förderbetrieb eingestellt. Danach verlässt die Gruppe die Bergbaustadt und wendet sich dem bäuerlichen Suderwich zu. Die nächste Station sind die Biobauern Heimann, die mit ihren vielen, teilweise gesponserten, Blühfeldern in der Umgebung von Suderwich und Essel optisch auffallen. Der Einblick in ihre Bioschweinezucht ist für die Schnatgänger besonders sehenswert.

Die Schweinezucht der Biobauern Heimann. © Rolf Peter Polus © Rolf Peter Polus

Weiter geht es zum „Roten Platz“, wo über den Hintergrund der Entstehung des „Surkschen Kodden“ berichtet wird. Dieser soll daran erinnern, dass eine der Haupteinnahmequellen der Suderwicher vor dem Bergbau die Schweinezucht war. Zum Abschluss geht es zur Keimzelle von Suderwich, dem „Ehlingschen Gräftenhof“. Die Geschichte der Familien Ehling und Isselstein und natürlich der Gräfte wird den Zuhörern dort nahegebracht.

Der „Ehlingschen Gräftenhof“ ist die „Keimzelle“ Suderwichs. © Rolf Peter Polus © Rolf Peter Polus

Der Abend in Recklinghausen

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