Frage der Woche

Was halten Sie vom neuen Panzerblitzer?

Mit einem „Panzerblitzer“ hat die Stadt Recklinghausen nun gegen Raser einmal mehr aufgerüstet. Das martialisch anmutende Gerät ist seit Mittwoch im Einsatz.
Am Mittwoch (14. Juli) hat die Stadt Recklinghausen Rasern mit dem „Panzerblitzer“ den Krieg erklärt. Zunächst wird er im Krisengebiet Königswall eingesetzt. © Christian Pozorski

Der Blitzer wurde zunächst für ein Jahr gemietet. Die Jahresmiete für das Gerät beträgt 97.000 Euro. Der Vorteil eines solchen Anhängers besteht darin, dass er rund um die Uhr Geschwindigkeitsübertretungen erfassen kann, ohne, dass dafür Personal eingesetzt werden muss. Die Stadt will während der zwölf Monate Erfahrungen mit dem Einsatz eines solchen Gerätes machen. Wir fragten Bürger nach ihrer Meinung zum Panzerblitzer.

Fabian Organistka und Leonie Hoppe © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Fabian Organistka und Leonie Hoppe: „Es ist schon gut, dass der Panzerblitzer auch am späten Abend im Einsatz ist. Denn nach 22 Uhr wird an manchen Stellen schon ganz schön schnell gefahren. Gut ist auch, dass die Standorte gewechselt werden können. Grundsätzlich ist nach unserer Erfahrung in der Innenstadt der Verkehrslärm das größere Problem als die Geschwindigkeit.“

Mareike Scheub und Sascha Breuckmann © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Sascha Breuckmann: „In der Innenstadt macht das ja durchaus Sinn. Da wird zum Teil ja nachts wirklich gerast. Aber wenn der Standort bekannt ist, dann wird halt an der Stelle gebremst und anschließend wieder Gas gegeben. Die wirklichen Raser kriegt man so nicht. Die Leute aus der Szene fahren die Strecke vorher ab, bevor sie wirklich schnell fahren. Die wissen ja auch, was läuft. An Unfallschwerpunkten und vor Schulen finde ich einen Einsatz gut. Wenn man das Teil nachts an irgendeine einsame Straße mit Tempo 70 stellt, dann ist das doch eher Abzocke.“

Kerstin Tischler © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Kerstin Tischler: „An Stellen, an denen es für die Verkehrssicherheit sinnvoll ist, finde ich den Einsatz eines solchen Gerätes richtig. Wenn man allerdings den Panzerblitzer irgendwo in die Pampa stellt, um die leere Stadtkasse aufzufüllen, dann grenzt das schon an Abzocke. Und wenn man dann nachts auf einer leeren Straße im Nirgendwo von so einem Ding geblendet wird, ist das unsinnig.“

Markus Knopp © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Markus Knopp: „Als ich den Panzerblitzer gesehen habe, hab ich nur gedacht: Was ist das denn für ein großes Teil? Den kann man ja kaum übersehen. Ich weiß nicht, ob die Stadt damit glücklich wird. Ich kenne die Panzerblitzer aus Herten. Da sind sie aber deutlich kleiner. Als Autofahrer finde ich so ein Ding natürlich total blöd. Aber andererseits weiß man auch, dass viel gerast wird. Und ich kann auch die Kommunen verstehen, die sich so ein Gerät anschaffen. Die Stadtkassen sind ja alle leer.“

Der Abend in Recklinghausen

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