„Aktenzeichen XY... gelöst“

Zweiter Verdächtiger nach Raub im Nordviertel stellt sich

Ein spektakulärer Raubüberfall, der es bis in die TV-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ geschafft hatte, steht vor der Aufklärung. Ein zweiter Tatverdächtiger hat sich der Polizei gestellt.
Greift am 14. Juli einen Fall aus Recklinghausen auf: „Aktenzeichen“-Moderator Rudi Cerne. © picture alliance/dpa

Noch im Juli hatten die Ermittler bei der Aufklärung eines Raubüberfalls in Recklinghausen auf Unterstützung durch ein breites „Aktenzeichen XY… ungelöst“-Fernsehpublikum gehofft, am Ende bedurfte es dieser Hilfe nicht. Nachdem sich bereits kurz vor Ausstrahlung der TV-Sendung ein Verdächtiger gestellt hatte, hat sich inzwischen auch dessen mutmaßlicher Komplize den Behörden gestellt. Diese gute Nachricht konnte „Aktenzeichen“-Moderator Rudi Cerne jetzt verkünden.

Wie Polizeisprecher Andreas Lesch bestätigt, ist ein 20-Jähriger aus Gelsenkirchen im September mit seinem Anwalt im dortigen Justizzentrum erschienen. Der junge Mann – zum Zeitpunkt des Überfalls auf der Straße im Romberg im März 2020 soll er 18 Jahre alt gewesen sein – soll ein Geständnis abgelegt haben. Da keine Fluchtgefahr bestehe, sei der Haftbefehl gegen den Gelsenkirchener ausgesetzt worden.

Gleiches gilt für den heute 22-Jährigen, ebenfalls aus Gelsenkirchen, der im Juli festgenommen wurde. „Auch dieser Haftbefehl wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt“, sagt Polizeisprecher Lesch. Die Hoheit in dem Fall hat die Staatsanwaltschaft Essen, da die Verdächtigen zur Tatzeit „Heranwachsende“ waren – im Jugendstrafrecht gilt anders als im Erwachsenenstrafrecht nicht das Tatort-, sondern das Wohnortprinzip. Und für Gelsenkirchen sind Staatsanwaltschaft und Landgericht Essen zuständig, Recklinghausen fällt in den Bereich von Bochum.

Der Abend in Recklinghausen

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