Flutkatastrophe

Bergungsaktion in der Ruhr: Versunkenes Fahrgastschiff „Moornixe“ ist über Wasser

Das in der Ruhr versunkene Ausflugsschiff „Moornixe“ ist wieder schwimmfähig. Nun müssen die Einsatzkräfte sich um den Treibstoff kümmern, der noch im Wrack verblieben ist.
Mit Hebesäcken wird das gesunkene Fahrgastschiff Moornixe an die Wasseroberfläche gehoben. © picture alliance/dpa

Mit aufblasbaren Hebesäcken ist das versunkene Ausflugsschiff „Moornixe“ in Mülheim an der Ruhr wieder an die Wasseroberfläche gehoben worden. „Sie ist jetzt in schwimmfähigen Zustand“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag zum Stand der Bergung. Seit etwa acht Uhr waren Einsatzkräfte am Donnerstag damit beschäftigt, das 18 Meter lange Wrack vorsichtig auftauchen zu lassen.

Dafür kamen spezielle Hebesäcke mit einer Hebekraft von rund fünf Tonnen zum Einsatz, die wie riesige, orangefarbene Bojen aussehen und das Schiff nach oben pumpen.

Gleichzeitig wurde laut Angaben der Feuerwehr das Wasser aus dem Schiff gepumpt, um das Anheben zu erleichtern. Nach und nach habe man Teile des Wracks wieder sehen können. Es sollte am Nachmittag weiter flussabwärts geschleppt werden, wo Feuerwehrleute den restlichen Treibstoff abpumpen sollten.

Im Anschluss werde das Fahrgastschiff zu seinem vorläufig endgültigen Platz am Ufer geschleppt: Dort soll es am nächsten Wochenende mit einem Kran aus dem Wasser gehoben werden. Die Bergungsaktion hatte auch viele Schaulustige angezogen, sagte der Feuerwehrsprecher.

Teile des bei der Hochwasserkatastrophe in der Ruhr gesunkenen Fahrgastschiffes «Moornixe» ragen aus dem Wasser. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Ursprünglich waren das Anheben und die Bergung der „Moornixe“ für Mittwoch geplant gewesen. Da die Vorarbeiten der Bergungsfirma aber umfangreicher waren, hatte die Feuerwehr ihr Vorhaben auf Donnerstag verschoben. Das in Mülheim festgemachte Schiff war beim Ruhrhochwasser im Juli von einem Baum gerammt und mitgerissen worden.

An einem Wehr wurde es unter Wasser gesogen und stark beschädigt. Später wurde das Wrack dicht unter der Wasseroberfläche in einem Ruhr-Altarm gefunden.


dpa

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