Entsorgung

Hochexplosive Chemikalie in Essen unschädlich gemacht

Bei der Auflösung eines Labors in Essen ist eine hochexplosive Chemikalie gefunden worden. Die Entsorgung war so gefährlich, dass sie drei Jahre lang vorbereitet wurde.
In einem Gebäude des TÜV Nord befindet sich eine hochexplosive Chemikalie. © picture alliance/dpa

Unter großen Sicherheitsvorkehrungen ist am Sonntag in Essen eine hochexplosive Chemikalie in einem Gebäude des TÜV Nord unschädlich gemacht worden. Der Einsatz zur Entsorgung der quecksilberhaltigen Chemikalie im Stadtteil Frillendorf sei erfolgreich abgeschlossen worden, teilte die Stadt Essen am Nachmittag mit.

Eine Spezialfirma hatte den in einem Panzerschrank gelagerten Behälter mit der kristallisierten Chemikalie geöffnet und sie verdünnt. Von der Chemikalie gehe keine Gefahr mehr aus, ein Transport in mehreren Behältern sei möglich. Die Behälter würden in eine Verbrennungsanlage gebracht, hieß es weiter.

Anwohner rund um den Fundort wurden evakuiert

Für die Aktion war der Fundort am Morgen in einem Radius von 200 Metern abgeriegelt und evakuiert worden. Etwa 50 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Am Nachmittag konnten sie zurückkehren. Vor Ort waren zahlreiche Rettungs- und Einsatzkräfte. Die Feuerwehr war für einen ABC-Einsatz ausgerüstet.

Der Behälter mit dem explosiven Quecksilberoxicyanid im Gebäude des TÜV Nord war bei der Auflösung eines Labors entdeckt worden. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers lagerte die Chemikalie bereits seit vielen Jahren in dem Gebäude, da sie seit den 1970er Jahren nicht mehr verkauft werde.

Der Behälter mit etwa einem Liter Fassungsvermögen sei bei Aufräumarbeiten vor etwa drei Jahren gefunden worden. Seitdem sei die Entsorgung vorbereitet worden. Da es sich um einen seltenen Stoff handele, der heutzutage nicht mehr benutzt werde, habe ein geeignetes Verfahren zur Entsorgung erst entwickelt werden müssen.

dpa

Lesen Sie jetzt