Coronavirus

Mehrere Demos im Ruhrgebiet: Hunderte Menschen bekunden Unmut über den Corona-Kurs

Am Montag kam es in mehreren Rurgebiets-Städten zu Demos gegen die Corona-Maßnahmen und -Impfungen. Die blieben störungsfrei - bis auf wenige Ausnahmen.
Kleinere Gruppen von Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen und -Impfungen werden von der Polizei begleitet. © Roland Weihrauch/dpa

Aus Kritik an den Corona-Maßnahmen und als Zeichen gegen eine Impfpflicht sind am Montagabend mehrere Hundert Menschen in verschiedenen Ruhrgebiets-Städten auf die Straße gegangen. In Mülheim an der Ruhr und in Bochum seien es jeweils etwa 620 gewesen, teilte die Polizei mit.

Die „Spaziergänge“ genannten Demos blieben weitgehend störungsfrei, in Bochum gab es fünf Anzeigen wegen falscher Atteste – das angebliche Recht auf Maskenbefreiung aus medizinischen Gründen hielt der Überprüfung durch Beamte nicht stand.

Demos in NRW bleiben größtenteils störungsfrei

In Essen folgten nach Polizeischätzung etwa 500 Menschen dem Aufruf. In Duisburg, wo es circa 350 waren, stoppte die Polizei den Protestzug vorerst, weil einige Demonstranten keine Maske trugen – ein Teil von ihnen hatte Trillerpfeifen dabei und zog auch nach dem Trillern keine Maske an.

Nach der Bitte um Einhaltung der Maskenpflicht ging der Protestzug weiter, größere Vorkommnisse gab es nicht. In Witten kamen 400 Menschen. Zwei von ihnen bekamen Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung ausgestellt, weil sie partout keine Maske tragen wollten.

In Dortmund fanden sich auf dem Friedensplatz circa 160 Menschen ein, vor einer Woche waren es an selber Stelle noch 1400 gewesen. Die deutlich niedrigere Zahl lag daran, dass die Privatperson, die die Demo angemeldet hatte, diese Anmeldung kurzfristig zurückzog.

Bei einer großen Demo hätte die 3G-Regel gegolten – für die Einhaltung dieser Vorgabe wollte die Privatperson nicht einstehen und machte einen Rückzieher. Daraufhin kamen nur einige Grüppchen, die auf dem Platz und in angrenzenden Straßen umhergingen.

Während bei den „Spaziergängen“ Corona-Maßnahmen als unverhältnismäßig abgelehnt wurden, bekundeten Gegendemonstranten in Duisburg, Essen und Witten ihr grundsätzliches Einverständnis mit dem Corona-Kurs der Politik. Bei der Gegendemo in Witten kamen laut Polizei etwa 450 Menschen und damit 50 mehr als bei der Anti-Maßnahmen-Demo in der Nähe.

dpa

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