Prozess

Untreue und Geldwäsche: Priester aus Mönchengladbach muss vor Gericht

Ein katholischer Priester aus Mönchengladbach muss vor Gericht. Vorgeworfen werden ihm Untreue und Geldwäsche in über 100 Fällen. In Haft sitzt er schon, aber wegen etwas ganz anderem.
Eine Statue der Justitia hält eine Waagschale
Der Priester soll von 2017 bis 2018 mehr als 100 000 Euro von einem Spenden- und Kollektenkonto der Kirche ins Ausland überwiesen haben. © picture alliance / dpa

Vor dem Amtsgericht Mönchengladbach muss sich ein katholischer Pfarrer wegen Untreue und Geldwäsche verantworten. Die Anklage gegen ihn sei zur Hauptverhandlung zugelassen worden, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Dem Angeklagten, der zuletzt in Mönchengladbach wohnhaft war, derzeit aber in Belgien inhaftiert ist, werden gewerbsmäßige Untreue in 145 Fällen sowie gewerbliche Geldwäsche in 65 Fällen vorgeworfen. Seine Haftstrafe in Belgien sitzt er aktuell wegen der Einfuhr von Drogen ab.

Der Priester soll von 2017 bis 2018 mehr als 100 000 Euro von einem Spenden- und Kollektenkonto der Kirche ins Ausland überwiesen haben. Außerdem soll er rund 160 eigene und fremde Konten genutzt haben, um Gelder aus Betrugsstraftaten ins Ausland zu transferieren. Es sei ihm bewusst gewesen, dass die Gelder aus Straftaten gestammt hätten. Diese Überweisungen beliefen sich demnach insgesamt auf 10 000 Euro. Ein Termin für die erste Verhandlung steht noch nicht fest.

dpa

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