Im Gespräch mit Scenario

Alec Benjamin im Interview: „Abheben ist nicht mein Ding!“

Wie ist das, wenn man plötzlich auf der Straße erkannt wird und die eigenen Songs bekannt sind? Für Alec Benjamin kein Grund für Übermut, wie er uns im Interview verraten hat.
2018 gelang dem amerikanischen Singer-Songwriter der internationale Durchbruch. Und Alec Benjamin legt seitdem fleißig nach. © Warner Music

Mit „Let me down slowly“ stürmte er die Charts: Alec Benjamin. Der 27-Jährige bringt einen Hit nach dem anderen – und auch auf Instagram ist er ein echter Star. Rund 1,5 Millionen Follower hält er dort täglich auf Trab. Wir trafen Alec Benjamin zum exklusiven Interview – und haben mit ihm ein paar persönliche Dinge bequatscht.

„The Way You Felt“ heißt Dein aktueller Song. Erzähl uns mal, wovon handelt der Song?

Als ich den Song geschrieben habe, war ich in einer ganz anderen und neuen Phase meines Lebens. Man denkt über die guten Zeiten nach aber auch über die negativen. Auch habe ich über vergangene Lieben nachgedacht. Dann kam alles auf einmal zusammen. Vor allem am Anfang des Lockdowns hatte ich vermehrt solche Phasen. Ich habe einfach diese Connection zu anderen Leuten sehr vermisst. Ich wollte sie wissen lassen, dass sie nicht alleine sind und das jeder Mal so eine Phase mitmacht.

Wie würdest Du Dein Leben nun beschreiben, nachdem Du auch mehrere erfolgreiche Songs in den Charts hattest?

Es hat sich so viel verändert: Man wird erkannt auf der Straße, die Leute wollen Fotos mit dir, auf Instagram bekommt man so viele Follower – aber ganz ehrlich, ich bin immer noch auf dem Boden geblieben und immer noch die Person die ich vor ein paar Jahren war. Abheben ist nicht so mein Ding! (lacht)

Du bist nach Los Angeles gezogen – in die Stadt der Musik, Filme und Hollywood-Stars. Wenn Du kein Musiker geworden wärst, was hättest Du dann beruflich gemacht?

Puh, gute Frage. Ich habe noch nie wirklich darüber nachgedacht. Ich wollte immer Musik machen – also habe ich mich angestrengt, um mir meinen Traum zu erfüllen.

Wenn Du über deine Schulzeit nachdenkst, sagtest Du mal, dass Du eher ein Außenseiter warst. Wieso, willst Du es uns erzählen? Und hast Du Tipps für unsere Leser und Leserinnen, die vielleicht Ähnliches durchmachen und mit ihrem Selbstbewusstsein kämpfen?

Als Außenseiter würde ich mich jetzt nicht bezeichnen. Ich hatte Freunde – aber ich war oft der Einzelgänger, habe mein Ding eben durchgezogen. Das hat irgendwie nicht jedem gepasst. Oft habe ich mich auch komisch gefühlt, weil ich eben etwas anders war – aber das war ich nicht. Ich war genau so wie ich bin.

Und Selbstbewusstseinstipps? Ich glaube, die kann ich gar nicht geben. Jeder Mensch ist anders – und warum sollte man sich verstellen? Sei Du selbst, bitte.

Mit 18 Jahren wurden ich von meinem Musik-Label fallen gelassen, für mich war es so schlimm und ja, ich musste auch erstmal darüber weinen. Aber hey, ich habe weiter an mir gearbeitet. Und wenn es beim ersten Mal nicht klappt, egal was man tut, dann hat das auch alles einen Grund. Sieh es als eine neue Chance.

Gab es mal eine verrückte Fan-Aktion, an die Du Dich gerne erinnerst?

(lacht) Also es gab schon einige. Ein paar Fans sind mir mal elf Shows lang hinterher gereist – sogar bis nach Norwegen. Das ist so cool! Aber dann gab es mal eine Story, bei der wir mit der Crew kurz vor der Show noch backstage abgehangen haben. Ein Typ stand hinten in der Ecke – und jeder dachte, dass der zu irgendwem aus der Crew gehört. Als ich dann alle gebeten habe, mich kurz fünf Minuten vor Show kurz alleine zu lassen, um mich zu sammeln, ging der Typ aber nicht weg. Als ich fragte, wer er sei und zu wem er gehörte, meinte er nur, dass er einfach random mit in den Raum gelaufen ist. Er war cool – aber es war auch ein bisschen komisch (lacht).

Erinnerst Du Dich an Dein allererstes Konzert – als Zuschauer?

Auf jeden Fall! Es war NSYNC, die Boygroup. Ich habe sie im Madison Square Garden in New York gesehen – mit meiner Mutter, meinem Vater und meiner Schwester. Das war echt crazy! Die Songs sind einfach so gut, ich feiere sie bis heute.

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