Musik-Tipp

Alicia Keys zeigt auf „KEYS“ zwei Seiten von sich

Auf dem Doppelalbum „KEYS“ hüllt Alicia Keys ihre Songs ein mal in ein seichtes Piano-bestimmtes Gewand und zusätzlich in derbe Beats mit Studio-Schnick-Schnack.
Sängerin Alicia Keys hat nur 14 Monate nach ihrem letzten Album-Release nun ihre Platte „KEYS“ veröffentlicht. © picture alliance/dpa/PA Wire

20 Jahre nach der Veröffentlichung ihres erfolgreichen Debütalbums „Songs in a Minor“ beweist die US-amerikanische Soul – und R&B-Sängerin, dass sie immer noch nicht genug hat. Mit „KEYS“ veröffentlicht sie nun schon nach nur 14 Monaten seit ihrem letzten Werk ihr neues, 8. Studioalbum. Bei dieser Platte handelt es sich um ein Doppelalbum. Auf der ersten CD finden sich sogenannte „Originals“.

Auf «KEYS» finden sich quasi eine A- und eine B-Seite. Auf der einen Seite haben wir die Songs in klassischer Piano-Version und auf der anderen dieselben Tracks, nur Hip-Hop-lastiger. © picture alliance/dpa/Sony Music

Seichtes Piano trifft auf harte Beats

Die Songs werden vor allem vom Piano dominiert, dem Instrument, mit dem Alicia Keys Anfang der 2000er-Jahre durchgestartet ist. Die Lieder sind einfach und reduziert gehalten und man kann sich wie gewohnt in den wunderbaren Gesang der Soulsängerin fallen lassen, wenn man möchte.

Auf der zweiten CD haben die Titel genau den gleichen Namen wie auf der ersten CD. Diesmal sind die Songs aber produzierter, weisen mehr Beats und Schnickschnack auf und zeigen, was sonst noch in dem Track drin steckt. Das Konzept finde ich ein wenig befremdlich.

Fehlende Entscheidungskraft als Motiv?

Es wirkt ein bisschen, als sei sie sich unsicher gewesen, welche Version ihr besser gefällt, was sie dazu bewegt hat, einfach beide zu veröffentlichen. Die Wahl liegt dann beim Hörer selbst, welche Seite von Alicia er oder sie besser findet. Ist es die klassische Piano-Alicia oder die tanzbare Alicia mit dicken Hip-Hop-Beats und allem drum und dran?

Obwohl auf „KEYS“ sowohl starke Balladen als auch Songs zum Abzappeln vorhanden sind, wirken die Lieder generell eher wenig abwechslungsreich. Man hat schnell das Gefühl, den gleichen Song immer und immer wieder zu hören. Das macht das Album zwar nicht spannender, ist aber kein Grund, es sich nicht anzuhören. Schöne Musik bleibt es so oder so.

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