Scenarios Auslandsreihe

Around the World: Ein gelungener Start

Kanada – Teil 2: Jana hat sich bei ihrer Gastfamilie gut eingelebt, wundert sich aber über die Organisation des Schullebens. Pandemiebedingt gibt es Blockunterricht mit nur zwei Fächern.
In unserer Auslandsreihe "Around the World" berichten unsere Jugendreporterinnen und -Reporter von ihren Abenteuern an den unterschiedlichsten Fleckchen der Welt. © pixabay.de

Die ersten Wochen bei meiner Gastfamilie in Kanada sind nun rum. Meine Gasteltern sind mit 30 und 32 Jahren noch sehr jung, aber sie nehmen schon seit fünf Jahren Austauschschüler bei sich auf.

Meine Gastmutter Natalie ist Englischlehrerin, aber derzeit wegen der beiden Kinder Florence (3) und Mariegold, die gerade 1 Jahr alt geworden ist, zu Hause und mein Gastvater Simon arbeitet als Diabetes- und Ernährungsberater in einem Krankenhaus.

Vor den Kindern sind die beiden sehr viel durch die Welt gereist und jetzt holen sie sich die Welt nach Hause. Neben mir hat die Familie noch eine thailändische Austauschschülerin Beebee aufgenommen, die auch ein Jahr in Kanada bleiben wird.

Keine Quarantäne

Weil ich bereits geimpft bin, musste ich die ersten zwei Wochen nicht in Quarantäne verbringen und konnte mit meiner Gastfamilie schon die unmittelbare Umgebung erkunden. Glücklicherweise hat eine Bekannte meines Gastvaters eine Tochter in meinem Alter, die ebenfalls meine Schule, die Cornwall Collegiate and Vocational School, besucht.

Jana hat sich bei ihrer kanadischen Gastfamilie schon gut eingelebt. Und auch der Start an der Schule verlief reibungslos. Zum Glück hat sie schon viele Kontakte geknüpft. Coronabedingt gibt es an ihrer Schule neun Wochen Blockunterricht in zwei Fächern, damit die Schüler weniger Kontakte haben und nur in zwei verschiedenen Kursen mit anderen Schülern zusammen sind. © Privat © Privat

Ich habe sie ein paar Tage vor dem Schulstart kennengelernt und sie führt mich auch ein wenig in der Schule herum. Bei ihr lebt außerdem für drei Monate eine spanische Austauschschülerin, die auch auf dieselbe High School geht. Für mich bedeutet das, dass ich schon einmal zwei Mädchen aus meiner Stufe kenne. Das erleichtert den Schulanfang.

Zwei Fächer in neun Wochen

Wegen der Pandemie ist der Schulunterricht in Ontario als Blockunterricht organisiert. Wir haben für neun Wochen jeden Tag dieselben zwei Schulfächer. Danach bekommt man zwei neue Schulfächer, die man dann wieder für neun Wochen hat. Dieses Konzept wurde hier eingeführt, damit die Schüler weniger Kontakte haben und nur in zwei verschiedenen Kursen mit anderen Schülern zusammen sind.

Sportunterricht und Gesundheitslehre

Einer meiner zwei Kurse für dieses Viertel-Schuljahr ist Physical Education (Sport und Health/Gesundheit), was einerseits aufgebaut ist, wie der Sportunterricht in Deutschland, sprich wir üben verschiedene Sportarten etc., und andererseits lernt man in „Health“ etwas über mentale und körperliche Gesundheit, Ernährung, Erste Hilfe usw.

Mein zweites Fach ist Mathe, wovon ich anfangs eher weniger begeistert war. Allerdings habe ich dann gemerkt, dass in meinem Mathe-Kurs Themen durchgenommen werden, die ich bereits in Deutschland gelernt habe, wodurch mir der Mathe-Unterricht recht leicht fällt. Und ein bisschen Wiederholung kann mir auf jeden Fall nicht schaden ;).

Viele neue Freunde kennengelernt

In der Lunch-Pause (Mittagspause) werde ich zum Glück direkt in die Freundesgruppe der Tochter von der Bekannten meines Gastvaters aufgenommen. Da habe ich dann auch herausgefunden, dass eine ihrer Freundinnen in meinem Sportkurs ist.

Jana Weber verbringt ihr zehnmonatiges Auslandsjahr in Ontario, Kanada. Dort lebt sie in einer Gastfamilie, besucht die zehnte Klasse einer kanadischen High School und versucht, so viel vom kanadischen Alltag zu erfahren, wie möglich. Bei Scenario berichtet sie von ihrer Zeit in Ontario.

Mit ihr bin ich dadurch schon gut befreundet. Ich bin wirklich sehr erleichtert, dass ich so schnell Freunde gefunden habe, mit denen ich bis jetzt auch in jeder Mittagspause zusammen gesessen habe.

Viele Austauschschüler kommen zusammen

Abgesehen von den kanadischen Schülern sind auch noch einige andere Austauschschüler in meinen Kursen, ein Mädchen aus Chile, ein weiteres aus Spanien, ein Junge aus China usw. Und weil wir ja alle in einer ähnlichen Situation sind, neue Sprache, neue Schule, neue Kultur, ist es sehr einfach auch mit ihnen Freundschaften aufzubauen und Gespräche zu führen.

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.