Scenarios Auslandsreihe

Around the World: Hej Dänemark!

Dänemark - Teil 1: Bella hat endlich die Möglichkeit bekommen ins Ausland zu gehen. Ihr Weg führt sie in ein dänisches Kultur-Café. Die To-do-Liste für ihren Aufenthalt ist lang.
In unserer Auslandsreihe "Around the World" berichten unsere Jugendreporterinnen und -Reporter von ihren Abenteuern an den unterschiedlichsten Fleckchen der Welt. © pixabay.de

Hej, ich bin Bella! Auf Scenario schreibe ich regelmäßig Artikel über Themen, die mich beschäftigen. Nun werde ich die nächsten Monate in Dänemark verbringen und dort Erfahrungen bei meiner Arbeit in einem Kulturcafé sammeln. Was ich so in der Zeit während meines Freiwilligendienstes erlebe, möchte ich Euch hier über die nächsten Monate hinweg berichten.

Es war schon lange mein Plan, die Welt in der Zeit nach dem Abitur zu erkunden. Denn ich bin der Überzeugung, dass man sich nach 13 Jahren Lernen in der Schule, eine Pause vom Pauken verdient hat. Doch Corona machte mir durch diesen Traum einen Strich.

Auslandsabenteuer in Dänemark nachholen

Nun will ich die verpasste Chance, die Welt außerhalb der Berufs- und Schulwelt zu erkunden, unbedingt nachholen. Mit doppelter Schutzimpfung und neugeschöpfter Hoffnung! Und ich bin auf etwas Tolles gestoßen: Die EU bietet innerhalb ihres Erasmus-Programms vielfältige Projekte in fast allen europäischen Ländern an. Im Rahmen dieses Angebots habe ich ein besonderes Projekt ins Auge gefasst: Ein Kulturcafé in Dänemark, das den Austausch kulturellen Verstehens und kreativer Ideen weltweit fördert.

Um sich auf ihre neue Heimat auf Zeit einzustimmen, hat Bella diesen Erdbeerkuchen mit der dänischen Nationalflagge gebacken. Lecker! © privat © privat

Projekte realisieren im angrenzenden Konzerthaus

An das Kaffeehaus selbst ist eine Konzerthalle angegliedert. Hier treten regelmäßig auch bislang unentdeckte Talente auf und präsentieren ihr Können vor den internationalen Freiwilligen und Besuchern aus ganz Dänemark. Auch eigenerdachte Projekte der Freiwilligen werden gefördert und Veranstaltungen wie Poetry Slams oder Themenabende finden regelmäßig statt.

Meine Aufgaben vor Ort reichen vom Kellern im Café bis hin zum Gestalten und Planen von Konzerten und dem Verwirklichen eigener Ideen. Das Konzept der Einrichtung hat mich sofort in seinen Bann gezogen und dem Gedanken, Dänemark ausgiebig kennenzulernen, bin ich mit großer Euphorie begegnet. Ich möchte vor Ort am liebsten alle Facetten Dänemarks erkunden und Kopenhagen ausgiebig auskundschaften.

Ausflüge nach Schweden und Norwegen geplant

Auch die Skulptur der „Kleinen Meerjungfrau“, ein Denkmal an Hans Christian Andersen, möchte ich mit eigenen Augen sehen. Und auch hoffe ich, dass ich in meiner Zeit dort weitere skandinavische Länder besuchen kann. Schweden und Norwegen stehen weit oben auf meiner To-do-Liste.

Das Schöne ist, mit mir wird noch ein anderes Mädchen aus Deutschland vor Ort sein. Mit ihr tausche ich mich seit dem Bewerbungsprozess schon fleißig aus. Zusammen mit ihr und drei weiteren Freiwilligen aus aller Welt werde ich in einem Haus in einer dänischen Kleinstadt wohnen. Von dort aus sind es rund fünf Kilometer bis zum Café und rund 30 Kilometer bis nach Kopenhagen.

Als Kind hat Bella das Märchen der kleinen Meerjungfrau verschlungen. Schon bald kann sie die Meerjungfrauen-Statue in Kopenhagen mit eigenen Augen sehen. © picture alliance/dpa/PA Wire © picture alliance/dpa/PA Wire

Die ersten Sprach-Basics sitzen

Natürlich wird es eine gewisse Sprachbarriere geben. Aber Dänisch ähnelt dem Deutschen und Englischen in gewissen Zügen, wodurch ich mir einige Wörter herleiten kann. Allerdings ist die Aussprache häufig ziemlich anders, als man es bei ihrer Schreibweise vermuten würde. Das ist erst mal ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Die ersten Basics habe ich schon mit einer Sprach-App gelernt. Vor Ort wird uns Freiwilligen aber auch noch ein Sprachkurs angeboten.

Sorge vor dem großen Abschied

Bevor das Abenteuer Dänemark losgehen kann, muss ich noch einige Hürden überwinden. Die größte Überwindung ist der Abschied von Zuhause. Meine Familie und Freunde für einen längeren Zeitraum nicht mehr persönlich sehen und umarmen zu können, stimmt mich doch sehr mulmig.

Dass Dänemark nicht allzu weit von zu Hause entfernt ist und die relativ kurze Luftlinie deswegen gelegentliche Besuche möglich macht, beruhigt mich etwas.

Ich bin gespannt darauf, was die kommende Zeit für mich bereithält und freue mich schon sehr darauf, das Abenteuer Dänemark mit Euch hier bei Scenario teilen zu können!

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.