Tipps

Auslandsaufenthalt trotz Corona

Ihr denkt über ein High School Year nach, wisst aber nicht so recht, was möglich ist? Kein Problem – wir haben Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Die Auswahl der infrage kommenden Länder für ein Auslandsjahr ist durch die Corona-Pandemie noch etwas eingeschränkt. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Lange ging nicht viel in Sachen Reisen. Nun wollen viele von Euch wieder raus in die Welt. Das Interesse an Schulaufenthalten im englischsprachigen Ausland ist groß, die Plätze mancherorts begrenzt. Was Interessierte für die Ausreise im nächsten Jahr wissen sollten, weiß Tasja Frenzel, Leiterin Internationale Schulprogramme bei den gemeinnützigen Carl Duisberg Centren.

In welchen Ländern ist ein Schüleraustausch derzeit möglich?

Reisewilligen stehen derzeit die USA, Kanada, Irland und Großbritannien offen. Gewinner der Pandemie sind dabei Kanada und Irland. „Kanadas Schulsystem ist für Austauschschüler ähnlich attraktiv wie das neuseeländische oder australische, vor allem mit Blick auf die Möglichkeit von Schulvorschlägen und der Auswahl besonderer Fächer.

Daher ist Kanada zur beliebten Alternative für Aufenthalte in Down Under geworden“, so Frenzel. Großbritannien ist wieder für Schulaufenthalte geöffnet. Durch die Brexit-Einschränkungen können Interessierte aber nur noch maximal sechs Monate an einer öffentlichen Schule mit Gastfamilienunterbringung verbringen. Geografisch genauso nah punktet Irland bei sicherheitsliebenden Eltern und Schülern im Vergleich mit uneingeschränkten Programmangeboten und seiner EU-Zugehörigkeit.

Wie ist die aktuelle Situation für einen High School Year?

In den USA, Kanada, Irland und Großbritannien ist der Alltag dem vor der Pandemie inzwischen recht ähnlich. Allerdings stehen der großen Nachfrage in Deutschland weniger Gastfamilien und Programmbetreuer im Ausland gegenüber.

Viele Familien und vor allem Schulen sind bei der Aufnahme von internationalen Schülern vorsichtiger geworden oder die eigene finanzielle Situation hat sich durch die Pandemie verschlechtert – die Plätze sind rar.

Was gilt für die Einreise?

Manche Airlines befördern nur noch geimpfte Passagiere. Teilweise verlangen Fluggesellschaften auch einen aktuellen negativen PCR- oder Antigen-Test. Für die USA- und Kanada-Programme ist bei den meisten Anbietern eine Impfung Teilnahmevoraussetzung. Eine Quarantäne ist nach Einreise im Moment nicht notwendig, nur eine Empfehlung, auch mit Impfung ein paar Tage zu Hause zu bleiben und dann einen weiteren Covid-Test zu machen.

„Es zeigt sich jedoch, dass die meisten Schulen eine Impfung verlangen. In Kanada gilt seit Ende Oktober, dass Ungeimpfte nicht mehr an kanadischen Flughäfen ein- oder umsteigen dürfen. Damit ist klar, dass Schüler für eine Programmteilnahme geimpft sein müssen“, erklärt Frenzel.

Seit September 2021 reicht in Kanada für Kurzaufenthalte weniger als sechs Monate wieder das online zu beantragende eTA, eine elektronische Reiseerlaubnis. Tasja Frenzel rät aber das Study Permit-Visum zu beantragen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Wie hat die Impfung die Situation vor Ort verändert?

Nicht nur für die Anreise kann die Impfung wichtig sein. Fast alle Schulen in den USA setzen eine Impfung voraus. „Es ist unabhängig vom Programmland sehr zu empfehlen, sich impfen zu lassen. Wir haben die Erfahrungen gemacht, dass es schwieriger ist, für Schüler ohne vollen Impfschutz eine Gastfamilie zu finden“, so Tasja Frenzel.

Auch Freizeitaktivitäten sind eher zugänglich für Menschen mit vollem Impfstatus – nicht in allen Ländern gibt es Testmöglichkeiten und auch der „Genesen“-Status ist nicht automatisch wie in Deutschland mit „geimpft“ gleichgesetzt.

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