Reisetipps

Ein Trip in die italienischen Alpen – Mini-Reiseführer für Südtirol

Ein Urlaub in Südtirol eignet sich besonders gut, wenn Ihr Spaß an der Natur habt - zu Fuß oder zu Rad. Damit Euch die Möglichkeiten nicht überfordern, hat Ines die coolsten zusammengefasst.
Ines war auf Rundreise in Südtirol. Dort hat sie unter anderem Halt gemacht im Naturpark Drei Zinnen mit seinen namensgebenden Steinsäulen. © Privat

Südtirol bietet alpines und mediterranes Flair, italienische und österreichische Kultur sowie Gipfel, Bergseen und Almwiesen, an denen man sich nicht sattsehen kann. Wenn ihr gerade überlegt, wohin es nächstes Jahr in den Urlaub gehen kann: Bei zehn bis vierzehn Tagen Zeit und Lust auf einen Aktivurlaub in der Natur würde sich Südtirol durchaus anbieten!

Kurzvorstellung:

Südtirol ist die nördlichste Provinz Italiens mit Bozen als Landeshauptstadt. Das mitten in den Alpen gelegene Gebiet hat nur 530.000 Einwohner, von denen die meisten bevorzugt deutsch sprechen. Südtirol gehörte nämlich bis zum ersten Weltkrieg zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn und ist landschaftlich wie kulturell-kulinarisch besonders im Norden noch eng mit Österreich verwoben. Die Gegend rund um Meran wiederum wirkt nicht nur durchs Wetter deutlich mediterraner.

Anreise & Unterkunft:

Wo Ihr wohnt und wie Ihr dort am besten hinkommt, lässt sich für einen Urlaub in Südtirol nicht einfach beantworten. Wollt Ihr in kurzer Zeit viel sehen? Oder an einem Ort bleiben und diesen ausführlich erkunden? Zieht es Euch in die Weinberge oder ins Alpenland? Seid Ihr Team Wandern oder Team E-Bike?

Von der Beantwortung dieser Fragen ist abhängig, wo Ihr Euch niederlasst und ob Ihr mit Bahn, Flugzeug, Fernbus oder individuell mit dem Auto anreist.

Wer in kurzer Zeit möglichst viel sehen und wandern möchte, für den kann eine Unterkunft im Norden (Ecke Bruneck) und eine in Bozen praktisch sein. Das ist aber wirklich stark abhängig von der Auswahl Eurer Aktivitäten.

Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Südtirol:

Wenig Bevölkerung, viel Natur: Allein auf dem Gebiet der Provinz Bozen gibt es einen Nationalpark und sieben sogenannte Naturparks, also acht Schutzgebiete, die zusammen fast ein Viertel der Landesfläche ergeben. Das klingt nach einem wahren Wanderparadies und das ist Südtirol auch. Die Auswahl an Wanderrouten kann fast überfordernd sein. Vielleicht sind die folgenden Vorschläge etwas für euch.

  • Naturpark Rieserferner-Ahrn: Der Naturpark Rieserferner-Ahrn befindet sich im Nordosten Südtirols und weist den höchsten Gletscheranteil der Südtiroler Naturparke auf. Ausgehend von Rein in Taufers startet der Arthur-Hartdegen-Höhenweg. Die aussichtsreiche Wanderrunde über 20 Kilometer führt erst durch Wald, dann über wunderbar blühende Wiesen und kleine Bäche mit Blick auf die Bergwelt, später über Moränen an den Gletschern der Rieserferner-Gruppe entlang inklusive Einkehrmöglichkeit am Weg.
  • Naturpark Drei Zinnen: Der Naturpark Drei Zinnen in den Sextner Dolomiten gehört aufgrund seiner namensgebenden drei Steinsäulen, deren steiler Nordwand man über gut ausgebaute Wege ganz nahekommt, zu den meistbesuchten Orten in den Alpen. Von der Auronzohütte führt eine neun Kilometer lange Rundwanderung durch die Hochgebirgslandschaft. Kein Zweifel, der Weg um die Drei Zinnen ist landschaftlich reizvoll. Ob Ihr Euch diese „Völkerwanderung“ mit 30 Euro Parkgebühr wirklich geben wollt, sei jedoch gut überlegt.
  • Naturpark Fanes-Sennes-Prags: Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags besteht aus dem Gebiet der Pragser Dolomiten, dem Hochland von Sennes und großen Teilen der Fanesgruppe. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist der Pragser Wildsee, der über Instagram so eine große Bekanntheit erlangte, dass in manchen Jahren bis zu 15.000 Besucher pro Monat (!) vor Ort waren. Seit 2020 ist die Straße zum Pragser Wildsee für Autos mit ortsfremden Kennzeichen von 9.30 bis 16 Uhr gesperrt. Selbst 8 Uhr morgens ist für die guten Foto-Spots schon etwas spät, reicht aber, um bei der 3,5 Kilometer langen – und wirklich schönen – Umrundung des Sees nur wenigen Personen zu begegnen.

    Wenn die Straße wieder geöffnet ist, könnt Ihr noch zur Plätzwiese fahren, einer Hochalm in den Pragser Dolomiten. In nur 300 Höhenmetern geht es von dort über die Dürrensteinhütte zum Strudelkopf (2.305 m). Die gut 9 Kilometer lange Strecke ist top – einfach zu gehen, super idyllisch mit vielen Kühen und frischem grünen Gras, stets Bergpanorama um einen herum.
  • Naturpark Puez-Geisler: Der Naturpark Puez-Geisler mit der namensgebenden Geisler- und Puezgruppe umfasst Gemeinden wie Villnöss, St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein in Gröden. Kürzere Wanderungen im Naturpark Puez-Geisler sind zum Beispiel die Touren zur Geisler Alm (9,6 km), auf den bekannten Adolf-Munkel-Weg (9,1 km) oder eine Almenrunde auf der Seceda (7,7 km). Erprobte Wanderer unter Euch erleben einen schönen Tag mit einer gut 17 Kilometer langen Wanderung rund um den Peitlerkofel („Sass de Pütia“).
  • Südtirols Süden: Wenn Ihr Euch in Südtirols Süden befindet, werdet Ihr sicher die Weinstraße rund um Tramin anfahren. Dort könnt Ihr von Kaltern zur Rastenbachklamm spazieren und den Blick auf den Kalterer See genießen. Eine knappe Stunde entfernt befindet sich Jochgrimm, ein Ausgangspunkt für eine Sonnenaufgangswanderung auf den Weißhorn (2.313 m). Der Aufstieg von Jochgrimm zu diesem leicht erreichbaren Aussichtsberg benötigt nur 35 bis 45 Minuten (Stirnlampe nicht vergessen!). Oben findet sich ein ausladendes Plateau, auf dem ihr euch einen schönen Platz suchen könnt, um der Bewegung der Sonne zuzuschauen.

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