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„Pin Cushion“: Mutter und Tochter auf der Suche nach Anerkennung

Lyn und Iona sind ein etwas sonderbares Mutter-Tochter-Gespann. Beide tun sich schwer damit, Anschluss zu finden. Der Film „Pin Cushion“ zeigt, wie sie verzweifelt nach Anerkennung streben.
Nico hat kürzlich den Film "Pin Cushion" auf Amazon Prime Video geschaut und auch wenn die Story hier und da eher untypisch ist, kann er ihn klar empfehlen. © pixabay.de

Ich habe einen Film gefunden, der mich nicht nur überrascht und gefesselt hat, sondern mir auch fast lächerlich akkurat gezeigt hat, wie die menschliche Psyche funktioniert. In welche Gefühle und Gedanken man sich durch Einsamkeit, Ausgrenzung und Gutgläubigkeit flüchtet. Ein Film, der mich beeindruckt und abgeschreckt hat. Die Rede ist von „Pin Cushion“.

Umzug verändert die Mutter-Tochter-Beziehung

Die junge Iona und ihre Mutter Lyn sind typische Außenseiter. Sozial unbeholfen, ein wenig naiv, trotzdem optimistisch und vielleicht deshalb beste Freundinnen. Nach ihrem Umzug in eine neue Stadt ändert sich das aber plötzlich, zumindest scheint es so.

Iona findet einen Freund und wird Teil einer Clique, die es im Kern vielleicht gut mit ihr meint, doch sich nach außen hin schnell eher wieder über sie lustig macht, als sie wirklich als Freundin anzusehen.

Fantasien von Akzeptanz und Zugehörigkeit

Ihre Mutter hat Probleme mit den Nachbarn und hofft mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft akzeptiert zu werden. Beide flüchten sich immer häufiger in Fantasien, in denen sie nicht nur aufgenommen, sondern fast verehrt werden. Doch so läuft es in der Realität natürlich nicht ab. Die Welt kann ein trister und unfairer Ort sein, egal wie viel positive Energie man selbst gibt.

Die Handlung ist eigentlich ziemlich generisch. Ein Highschool-Drama, in der die Hauptpersonen versuchen, sich einzufügen, obwohl sie so anders sind als der Rest. Doch wie diese Geschichte umgesetzt wurde, ist ziemlich einzigartig. Normalerweise nehmen die Eltern in solchen Filmen eher eine Nebenrolle ein, deren Hintergrund maximal angekratzt wird .

Elternpart steht ebenfalls im Fokus

In „Pin Cushion“ ist es allerdings so, dass sowohl Iona als auch ihre Mutter Hürden überwinden müssen. Es gibt wenig von einer normalen Mutter-Tochter-Dynamik: beide sind ähnlich hilflos, beide malen sich aus, wie fantastisch ihr Leben ab jetzt wohl werden wird.

Es ist traurig, beängstigend und trotzdem auf gewisse Art amüsant. So kalt und gleichzeitig so warm. Der Film wird definitiv nicht jedem gefallen, weil er doch etwas spezieller ist und vor allem das Ende den ein oder anderen vielleicht sogar verwirren wird. Nichtsdestotrotz eine absolute Empfehlung von mir. „Pin Cushion“ ist streambar auf Amazon Prime Video.

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