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„Super“ – der etwas andere Superhelden-Film

In „Super“ wird der tollpatschige Frank kurzer Hand zum Superhelden, um seine Frau aus der Affäre mit einem Drogenboss zu retten. Begleitet wird er von seiner übergriffigen Gehilfin Libby.
Rainn Wilson (vielen von Euch vielleicht aus der US-Comedy-Serie "The Office" bekannt) spielt im Film "Super" den 08/15-Dude Frank, der als "Blutroter Blitz" auf Verbrecherjagd geht. © picture alliance / dpa

Ein Superheld ohne spezielle Superkräfte ist nichts Besonderes. Schließlich gibt es dahingehend schon ein paar bekannte Vertreter, wie beispielsweise Batman, Catwoman oder Green Arrow, die sich ohne übernatürliche Kräfte für das Gute eingesetzt haben.

Doch ein bisschen mehr Talent und Kraft als der 08/15-Koch Frank sollte man schon mitbringen, wenn man dem Verbrechen den Garaus machen möchte. In dem Film „Super“ zeigt Regisseur James Gunn, was passiert, wenn sich Laien, die zu viele Comics gelesen haben, Superheldenkostüme anziehen und sich mit echten Gangstern anlegen.

Die Frau heldenhaft zurückerobern

Alles beginnt damit, dass Franks Frau Sarah die Ehe zu ihrem Mann zu langweilig findet. Sie hat eine beängstigende Drogen-Karriere hinter sich, bei der Frank ihr geholfen hat, clean zu werden, doch mit der Langeweile und der Affäre mit einem Drogendealer wird sie wieder abhängig und verlässt Frank.

Dieser möchte seine Frau aber nicht aufgeben und beschließt kurzerhand, sich ein Superheldenkostüm anzuziehen und den Drogendealern der Stadt den Kampf anzusagen – der blutrote Blitz ist geboren.

Comic-Freak Libby wird zur Gehilfin

Unterstützung bekommt er bei seiner Mission gegen das organisierte Verbrechen von der hibbeligen Comicverkäuferin Libby, die ihm das Leben durch ihren Hang zu übertriebener Gewalt und ihrer großen Vorliebe für Frank eher erschwert als erleichtert.

Von der Story her erinnert „Super“ sehr stark an den Film „Kick Ass“ von Matthew Vaughns. Beide Streifen nehmen die ewig gleichen Superheldenfilme ein bisschen aufs Korn und bieten dabei beste Unterhaltung. Vor allem die schauspielerische Leistung und das Zusammenspiel zwischen Frank und Libby ist bei „Super“ so unangenehm, dass man schon gar nicht mehr wegschauen kann.

Alberne, aber keine leichte Kost

Es kommt sogar zu einer sexuell übergriffigen Handlung der kleinen Libby an Frank, der sich nicht mal wehren kann. Tollpatschigkeit und Unfähigkeit zieht sich durch sein ganzes Leben und man fühlt die gesamte Spieldauer des Films mit.

Frank ist nämlich ein Guter. Er möchte einfach nur seine Frau zurückgewinnen und sie aus den Fängen des Drogendealers befreien – auch wenn er dafür buchstäblich vergewaltigt werden und über Leichen gehen muss. Kein Film mit leichter Kost und doch irgendwie albern und unterhaltsam! Streamen könnt Ihr „Super“ auf Amazon Prime Video.

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