Trennung von Freunden - so kann es funktionieren

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In manchen Freundschaften gelangt man irgendwann an den Punkt, an dem man sich eingestehen muss, dass es keinen gemeinsamen Weg mehr gibt. © pixabay.de
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Freundschaften sind was ganz Wunderbares. Sie bringen Abwechslung in unser Leben, sorgen für gute Laune und helfen uns, wenn die Sonne gerade mal nicht so hell scheint. Doch manchmal haben Freundschaften auch ein Ablaufdatum.

Zum Beispiel verliert man im Laufe der Zeit super viele Leute, von denen man in der Schulzeit noch dachte, man wäre super gut befreundet. Die Wege trennen sich, man verliert sich aus den Augen und wenn man sich dann doch mal wieder sieht, hat man sich nichts mehr zu sagen.

Das Ende einer Freundschaft gleicht dem Beziehungsaus

Je mehr das Leben einen fordert, desto mehr Aufwand muss man betreiben, um Freundschaften zu pflegen. Manche sind es dann einfach irgendwann nicht mehr wert – ohne böse zu sein oder es böse zu meinen. Das ist der natürliche Lauf der Dinge. Wenn es ganz blöd läuft, erkennt aber nur ein Teil der beiden Befreundeten, dass die Freundschaft vorbei ist, während der andere Teil noch krampfhaft versucht, das Ganze am Leben zu halten. Das ist der Moment, in dem ehrliche Worte angebracht sind. Auch wenn es weh tut.

Eine Freundschaft zu beenden ist fast so, als würde man eine Beziehung beenden, vor allem wenn ein Part noch fest daran glaubt, das alles irgendwann wieder wie früher wird, oder schlimmer gar nicht bemerkt hat, dass etwas im Argen liegt. Der einfachste Weg, das Ganze zu beenden, ist natürlich das Ghosten. Nachrichten ignorieren und hoffen, dass die Person irgendwann checkt, dass man nichts mehr mit ihr am Hut haben möchte.

Zeit für den anderen nehmen und ehrlich sein

Die feine englische Art ist das aber nicht und man selbst möchte wohl auch eher nicht so behandelt werden. Zumal es sein kann, dass Leute bei sowas auch sehr sehr lange brauchen, um zu verstehen dass sie geghostet werden. Und jede Nachricht, die man bekommt, ist unangenehm. Besser ist es, die direkte Konfrontation zu suchen und das Pflaster mit einem Ruck zu entfernen.

Je wichtiger die Freundschaft ist, desto ernster sollte man diesen Akt des „Schluss-Machens“ auch nehmen. Man sollte das nicht zwischen Tür und Angel erledigen und auch nicht, wenn die ganze Clique mit dabei ist. Am besten trifft man sich zu zweit und hat sich vorher schon Gedanken darüber gemacht, was man sagen möchte. Seid ehrlich.

Viele legitime Gründe für das Ende einer Freundschaft

Liegt es daran, dass Ihr nun unterschiedliche Interessen habt? Oder wohnt Ihr einfach zu weit auseinander oder wollt Ihr Eure Zeit lieber mit anderen Menschen verbringen? Das sind alles legitime Gründe, die man anführen kann.

Es kann natürlich sein, dass der abservierte Freund dann sehr sauer oder sehr traurig ist – ganz wie beim Schluss machen. Solche Gefühle muss man aushalten lernen. Irgendwann wird sich das wieder legen.

Und auf Dauer haben beide mehr davon, wenn die wertvolle Zeit, die man auf dieser Erde hat, mit Menschen verbracht werden kann, mit denen man sie auch wirklich verbringen möchte und nicht mit denen, bei denen man das Gefühl hat, man sei ihnen was schuldig oder wolle sie einfach nicht verletzen.