Scenarios Typenlehre

Typen von Kinogängern

Die Schnellsnacker, die Zu-Spät-Kommer oder die Quasselstrippen: Wie in jeder Lebenslage, lassen sich auch im Kino verschiedene Typen ausmachen. Doreen hat ein paar für Euch zusammengefasst.
Wer im Kinosaal mal ein Auge auf seine Mitmenschen statt auf die Leinwand wirft, wird sicherlich den ein oder anderen Typen wiedererkennen, den Doreen beschreibt. © pixabay.de

Täglich begegnen uns verschiedene Menschen mit verschiedenen Verhaltensmustern, sei es in der Arztpraxis, im Bus auf dem Weg zur Schule, im Klassenzimmer oder auch im Kino. So konnte ich bei meinem letzten Besuch im Kino Menschen in verschiedene Typen einteilen. Natürlich teils in überspitzter Darstellungsweise. Mal schauen, welche von diesen Kinogängern Euch bekannt vorkommen.

Die Unentschlossenen:

Diesen Kinobesucher finden wir meistens in der Schlange vor den Getränken und Snacks. Bei ihnen wird zaghaft hin und her überlegt, was nun gekauft werden möchte. Lieber nur eine Tüte Popcorn? Ein Getränk, oder doch lieber ein Menü? Aber stopp, welches der Menüs?

Bei dieser schwierigen Entscheidung kann es dann auch mal dazu kommen, dass die Schlange hinter ihnen länger und länger wird. Aber wen kümmert es? Sie benötigen eben noch „etwas“ Zeit für ihre unheimlich wichtige Entscheidung. Fertig bestellt, fällt Ihnen dann meist noch ein, dass sie etwas vergessen haben, oder, dass sie doch lieber etwas anderes wollten.

Die schnellen Snacker:

Jeder Kinobesucher weiß, dass man im Kinosaal erstmal noch etwas warten muss, bis der Film startet. Zu Beginn ist es erstmal hell im Saal, dann dunkeln sich die Lichter ab, Werbung erscheint und dann beginnt nach einer gefühlten Ewigkeit endlich der Film. Doch bevor dieser Film begonnen hat, hat der schnelle Snacker sein Popcorn oder seine Nachos entweder zur Hälfte oder gar vollständig aufgegessen. Und warum? Weil diese Personen schon vor Beginn des Filmes in den Genuss der Leckereien gekommen sind. Und wie man weiß: Einmal angefangen, ist es ziemlich schwer aufzuhören.

Die kurz vor knapp in den Saal Kommenden:

Diesen Typen kennen wir wohl alle: Der Film läuft schon fünf Minuten und plötzlich hört man noch jemanden die Treppen zum Kinosaal hochschlendern. Meistens mit völliger Gelassenheit begibt dieser Besucher sich dann zu seinem Sitzplatz und sorgt für die ein oder andere Silhouette auf der Leinwand. Den Kinofilm von Anfang an sehen? Ach nein, das muss nicht unbedingt sein. So scheinen diese Kinobesucher wohl zu denken.

Die Toilettengänger:

In jedem Kinosaal gibt es aber auch die Menschen, die während des Films schnell mal auf die Toilette müssen. Auch sie werfen dabei gerne ein paar Silhouetten auf die Wand. Sobald sie dann wieder an ihren Sitzplätzen sind, hört man sie dann häufig noch den Nachbarn fragen: „Habe ich was Wichtiges verpasst?“

Die einen können sich an der Snackbar nicht entscheiden, die anderen haben bereits eine halbe Stunde vor Filmbeginn alle Snacks zusammen und wieder andere naschen schon bei der Werbung so viel Popcorn, dass während der Vorstellung nicht mehr viel übrig ist. © pixabay.de

Die Überpünktlichen:

Ganz im Gegensatz zu dem „Kurz vor Knapp-Typen“ gibt es auch noch die Besucher, die schon eine Stunde vorher im Kino aufzufinden sind. Sie sind die ersten bei der Kasse, haben ihre Sitzplätze teils sogar schon vorbestellt, die ersten in der Schlange zu den Snacks und natürlich die ersten im Kinosaal. Wer kann, der kann!

Die Quasselstrippen:

Dieser Typ tritt meist im Doppelpack oder in Grüppchen auf. Diesen Personen fällt meist während des Films noch ein Thema ein, dass sie nun äußerst dringlich besprechen müssen. Aber nicht leise und flüsternd, sondern meistens in voller Lautstärke. Wenn alle Themen besprochen sind, geht dieser Typ gerne dazu über, alles, was auf der Leinwand passiert, zu kommentieren. Zu allem, was geschieht, wird eine passende Bemerkung abgegeben. Bekannte Beispiele: „Ach Mensch, das darf doch nicht sein“, „Das hat er/sie doch gerade nicht ernsthaft gemacht, oder?“.

Die „Ich kann nicht ohne mein Handy“-Typen:

Egal, ob am Anfang der Vorstellung, währenddessen oder am Ende – irgendwo leuchtet andauernd ein blaues Lichtchen das Gesicht eines Kinobesucher an. Neben den WhatsApp-Nachrichten, die noch „dringend“ verschickt werden müssen, gibt es auch die, die erstmal ein schönes Foto für Snapchat und Co. schießen.

Neben der Leinwand, werden dann auch die Snacks und Getränke fotografiert. Und noch ein schnelles Selfie am Sitzplatz? Dazu sagen, diese Besucher ebenfalls nicht nein. Jeder muss natürlich wissen, dass man sich gerade im Kino befindet.

Die heimlichen Mitschmuggler:

Sobald es dunkel im Kinosaal wird, kommt diese Art von Besuchern ins Spiel. Heimlich werden bei ihnen die mitgeschmuggelten Snacks und Getränke herausgeholt. Ganz nach dem Motto: „Wo gespart werden kann, wird gespart“. Wer kauft schon teure Snacks, wenn man seine eigenen mitbringen kann?

Chipstüten, Cola-Flaschen, Kekse, Weingummi – alles ist möglich und sorgt bei den Besuchern drum herum oft für Verwirrung: Sind die Personen nicht ohne Snacks in den Saal gekommen?!

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