Buch-Tipp

„Verity“ – Hochspannung bis zur letzten Seite

Mit „Verity“ hat Colleen Hoover ausnahmsweise einen Thriller geschrieben - einen ziemlich Guten sogar! Die Story fesselt bis zum Schluss und überrascht mit krassen Plot-Twists.
Wer noch auf der Suche nach neuem Lesestoff ist, findet vielleicht hier bei uns Inspiration. © Enzo Muñoz von Pexels

Colleen Hoover ist eigentlich dafür bekannt, triefend romantische Liebesromane zu schreiben. Sie kann aber auch anders, wie ihr Thriller „Verity“ bestens unter Beweis stellt.

In diesem geht es um Jungautorin Lowen Ashleigh, die nach dem Tod ihrer Mutter etwas verloren zu sein scheint. Doch ein wichtiger Auftrag schafft es, sie aus ihrem Tief herauszulocken: Sie soll die letzten beiden Psychothriller der gefeierten Autorin Verity Crawford zu Ende schreiben und die Erfolgsreihe damit beenden. Verity ist nämlich seit einem schweren Autounfall (kurz nach dem Tod ihrer Töchter) in einer Art Wachkoma und folglich nicht mehr ansprechbar.

Eine schockierende Entdeckung

Lowen nimmt den Auftrag an – auch weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt und ahnt, dass es ihm ähnlich geht. Um die Manuskripte und Unterlagen von Verity in Ruhe zu sichten, zieht Lowen vorübergehend bei den Crawfords ein.

Doch statt Notizen zu den fehlenden Thrillern zu finden, stößt sie auf Veritys Autobiografie, deren Inhalt Lowen zutiefst schockiert. War es wirklich eine gute Idee, sich in das Leben der Crawfords einzumischen?

Zunächst sei einmal gesagt, dass Colleen Hoover natürlich auch in diesem Werk ihr Talent für romantische Geschichten unter Beweis stellt. Jeremy und Lowen kommen sich mit der Zeit immer näher, während es so scheint, als würde es im Haus nicht mit rechten Dingen zugehen. Aber ganz und gar nicht auf so übernatürliche Art und Weise, wie man sie aus Horrorfilmen oder Ähnlichem kennt.

Colleen Hoover: „Verity“
dtv Verlag, 368 Seiten

ISBN: 978-3-423-23012-4, Preis: 15 Euro

Zwischendurch ahnt man bereits, worauf die Geschichte rund um Verity hinauslaufen könnte, aber das tatsächliche Ende hat mich dann doch völlig überrascht zurückgelassen. So überrascht, dass ich mit aufgerissenem Mund einfach nur da saß – und das ist mir bisher bei einem Buch wirklich selten passiert.

Hochspannung bis zum Schluss

„Verity“ bleibt bis zur letzten Seite hochspannend. Der Wechsel zwischen Lowens Sicht in der Gegenwart und Veritys Biografie-Passagen aus der Vergangenheit fesselt einen regelrecht an die Handlung.

Die Beziehung von Lowen und Jeremy ist wirklich schön zu verfolgen – auch wenn es einen zunächst schockieren mag, wie schnell er über seine im Koma liegende Frau hinwegkommt (das klärt sich im Laufe der Story) -, die Szenen aus Veritys Sicht sind teilweise wirklich brutal und verstörend, aber dennoch ist „Verity“ eine große Empfehlung von mir.

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