Freundschaft

Zwei Arten von Freunden

Annika differenziert ganz klar zwischen zwei Arten von Freunden. Da gibt es diejenigen, vor denen einem nichts peinlich ist und diejenigen, vor denen man sich dann doch etwas schämt.
Trotz der grundlegenden Gemeinsamkeit, dass Freunde das eigene Leben bereichern, gibt es dennoch Unterschiede von Freund zu Freund. © Ba Phi von Pexels

Freunde sind etwas Tolles. Sie machen das Leben abseits von nervigen Verpflichtungen, Arbeit und Schule erst richtig lebenswert. Doch nicht jeder Freund ist gleich ein Freund, oder? Ich meine, es gibt verschiedene Arten von Freunden.

Natürlich gibt es bei vielen zum Beispiel den „besten“ Freund, denjenigen, mit dem man am liebsten abhängt und der am besten darüber Bescheid weiß, was gerade bei einem abgeht. Und vor allem auch denjenigen, der alle witzigen Memes und Videos geschickt bekommt, die man im Internet finden kann. Weil man einfach weiß, dass man den gleichen bescheuerten Humor hat und ihm damit eine Freude machen kann.

Beste Freunde dürfen spontan vorbeikommen

Für den besten Freund muss man bei einem Besuch nicht aufräumen oder sich schick machen, zum Teufel, man muss vorher nicht mal duschen gehen. Der beste Freund oder generell gute Freunde akzeptieren einen so, wie man ist. Auch mit kleinen Staubkugeln in der Wohnung und ungespülten Tellern in der Küche.

Diese Art von Freunden kann jederzeit spontan vorbeikommen und man muss sich nicht schämen, dass man sich nicht mehr daran erinnern kann, wann man zuletzt den Staubsauger in die Hand genommen hat oder ob man überhaupt so ein Teil besitzt. Mit solchen Freunden braucht man auch kein Programm. Man trifft sich, um zusammen zu sein – und guckt, was dann passiert.

Kernsanierung der Wohnung vorm nächsten Treffen

Und dann gibt es da noch die andere Art Freunde. Die hat man zwar auch sehr gerne, aber vor ihnen schämt man sich ein bisschen, wenn es unordentlich oder dreckig zu Hause ist. Bevor diese Freunde zu Besuch kommen (und Gott bewahre vielleicht sogar bei einem übernachten möchten), wird die eigene Wohnung gefühlt erstmal kernsaniert. Das Klo wird von allen Seiten gründlichst geputzt, sowie schändlich vernachlässigte Oberflächen von Staub befreit.

Wenn diese Art von Freunden auftaucht, glänzt die Wohnung schöner als jemals zuvor und man entschuldigt sich dennoch für das „Chaos“, um niedrig zu stapeln und niemals zuzugeben, dass man sich vorher dumm und dämlich geputzt hat.

Alle Seiten profitieren

Diese Freunde sind keine guten Spontan-Gäste und sollten sich mindestens zwei Stunden im Voraus anmelden, besser aber eine ganze Woche.

Meistens verfolgt man mit dem Treffen dann auch einen Plan, zum Beispiel einen Spieleabend oder einen Kochabend. Unvorstellbar einfach zusammenzusitzen und im Endeffekt nichts miteinander anfangen zu können! Solche Freunde sind sehr sehr praktisch, denn sie bringen einen dazu, die Wohnung zwischendurch immer mal wieder auf Vordermann zu bringen.

Davon profitieren dann auch die anderen Freunde – zumindest wenn sie kurz nach der Putzaktion mal wieder auf der Matte stehen, um einem die Snacks wegzufuttern.

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