Fußball

Marcel Peters hört in Ahsen auf: „Ich bin ein Opfer der Corona-Pause“

Paukenschlag beim SV Borussia Ahsen. Überraschend hat Cheftrainer Marcel Peters den Verantwortlichen des A-Kreisligisten mitgeteilt, dass er seine Arbeit nach knapp sechs Jahren einstellt.
Und tschüss! Marcel Peters, Trainer beim SV Borussia Ahsen, hat seinen sofortigen Rücktritt erklärt. © Peter Koopmann

Das Wetter am Ahsener Gerneberg passte zur schlechten Nachricht. Draußen auf der Sportanlage nieselte es, drinnen in der Kabine hatte Marcel Peters den Spielern von A-Kreisligist SV Borussia Ahsen etwas zu verkünden. Nach knapp sechs Jahren als Ahsener Coach hat der 37-Jährige am Dienstagabend seinen sofortigen Rücktritt verkündet. Trainerteam und Vorstand wussten jedoch bereits im Vorfeld von seiner Entscheidung.

Private und berufliche Gründe führen zum Rücktritt

Peters selbst bezeichnet sich als „Opfer der langen Corona-Pause“ und gibt ausschließlich private und berufliche Gründe für seinen Entschluss an. Nach einer so langen Zeit als Fußballer und Trainer habe er sich nach den vielen Monaten ohne Fußball die Frage gestellt, ob er das wirklich noch will, verrät er. „Mir fehlt am Ende schlicht die Zeit und ich hab‘ während Corona wieder mit dem Laufen angefangen, jede Woche rund 40 Kilometer, hab‘ viel Zeit mit der Familie verbracht und bin auch beruflich sehr stark eingespannt“, erklärt der Oer-Erkenschwicker.

Offizielle Verabschiedung wird noch nachgeholt

Im Vorstand zeigten alle Verständnis für die Entscheidung. „Marcel hat uns frühzeitig informiert, sehr offen gesprochen und somit alles richtig gemacht. Wir bedanken uns für die gemeinsame Zeit, gerade in den vergangenen schwierigen Monaten,“ erklärt Ahsens zweiter Vorsitzender Marc Schmülling auf der Facebookseite des SV Borussia. Eine offizielle Verabschiedung will der Verein demnächst noch durchführen.

Für Marcel Peters, als aktiver Fußballer viele Jahre Torjäger beim FC 26 Erkenschwick, endet damit seine zweite Amtszeit als Trainer bei den Ahsenern. Nachdem er zunächst Co-Trainer von Peter Poslednik und Kai Moczyk war, den Verein dann verließ, hatten die Verantwortlichen ihn später ein zweites Mal zurück geholt – dieses Mal aber als Cheftrainer.

Philip Stromberg und Tobias Büning übernehmen

Der Verein hat die Nachfolge bereits geregelt und setzt dabei auf eine vereinsinterne Lösung, wie Marc Schmülling im Gespräch erklärt. „Es ist die logische Konsequenz, dass Philip Stromberg vom Co- zum Cheftrainer aufsteigt. Es ist schön, wenn man in solchen Zeiten einen guten Plan B hat. Philip will aber selbst noch auf dem Platz stehen und wird daher als Spielertrainer fungieren. Tobias Büning, unser Torwart- und Fitnesstrainer, wird ihn in der Trainingsarbeit unterstützen“, sagt Schmülling. Am Donnerstagabend wollen alle Beteiligten die Spieler im Rahmen einer Mannschaftssitzung über die Veränderungen im Trainerteam informieren.

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