Fußball

SG Horneburg steht in den Startlöchern – das ist der Stand der Dinge

Vor knapp sieben Monaten hat sich die Sportgemeinschaft (SG) Horneburg gegründet. Die Verantwortlichen waren keineswegs untätig in diesem Zeitraum, wie der Stand der Planungen zeigt.
Früh übt sich, wer ein guter Platzwart werden will. Heribert Eick weiht am Landwehrring seinen Enkel Nico in die Geheimnisse der Rasenpflege ein. © Olaf Nehls

Der Himmel strahlt hellblau an diesem Nachmittag in Datteln-Horneburg. Heribert Eick schmeißt den Rasenmäher an. Sein Enkel Nico geht ihm bei der Platzpflege helfend zur Hand. Früh übt sich, wer ein guter „Greenkeeper“ werden will.

In den vergangenen Wochen hat sich am Landwehrring einiges getan. Der Fußballplatz, der zuletzt nur noch einer Kuhwiese glich, ist wieder saftig grün und in einem halbwegs bespielbaren Zustand.

Vereinsheim ist neu gefliest

Auch im und am Vereinsheim wurde viel gewerkelt. Die Umkleidekabinen und das Vereinshaus sind neu gefliest. Eine neue Küche wurde eingebaut. Die Toiletten sind auch noch dran. Eine Menge Arbeit, versichert Heribert Eick, haben er und die anderen Mitglieder der vor sieben Monaten neu gegründeten Sportgemeinschaft Horneburg in die Renovierung der zuletzt verwahrlosten Anlage investiert.

Am Montag hatte Rolf Buddäus noch einen Termin im Rathaus. Dattelns Bürgermeister Andre Dora, aber auch Vertreter der anderen Fußballklubs und des Stadtsportverbandes waren eingeladen. Sie alle unterstützen die Pläne des neuen Klubs, der die Mitgliederzahl seit der Gründung von 35 auf 63 fast verdoppeln konnte. „Es war ja aus rechtlichen Gründen nicht selbstverständlich, dass wir den alten Sportplatz nutzen dürfen“, erklärt Buddäus.

Nutzungsvereinbarung gilt zunächst für ein Jahr

Zunächst für ein Jahr, bis zum 1. Juli 2022, so erzählt es der Vorsitzende der SG, stelle die Stadt dem neuen Dorfverein die Sportanlage zu für beide Seiten akzeptablen Bedingungen zur Verfügung. „In diesem Zeitraum müssen wir uns, wenn man so will, den Platz auch verdienen“, sagt Buddäus. Tatsächlich wird die SG Horneburg beweisen müssen, dass sie es besser machen wird als der Vorgängerklub SV Horneburg zuletzt. Der SVH, für dessen Auflösung die Mitglieder bereits im vergangenen Herbst stimmten, ist mittlerweile Geschichte. Der Verein, der am Ende nur noch eine Handvoll Aktive zählte und der in Coronazeiten auch finanziell in Schieflage geraten war, ist abgewickelt.

Die SG Horneburg ist direkt an dessen Stelle getreten, hat in der Schlossgemeinde die Arbeit aufgenommen. „Wir sind aber kein reiner Nachfolger. Wir sind auch nicht nur ein Fußballverein. Die SG Horneburg möchte wieder ein wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft werden“, erklärt Buddäus.

Viele Ehemalige sind mit an Bord

Wie Buddäus oder auch der „ewige Platzwart“ Heribert Eick sind viele andere ehemalige Weggefährten wieder mit an Bord. Frank Honnerlage als zweiter Vorsitzender, Frank Biskupski als Geschäftsführer oder auch Michael Kaluzny, ebenfalls Vorstandsmitglied, um nur einige zu nennen, haben eine Horneburger Vergangenheit.

Eine Seniorenmannschaft steht in den Startlöchern. 25 Zusagen lägen bereits vor, erzählt Buddäus. Durchaus „gute Fußballer“ seien darunter, versichert er. Julian Klask, der aus der Bezirksliga von Teutonia SuS Waltrop zurückkehrt, oder Lukas Urban, der lange in der Jugend bei der Spvgg. Erkenschwick kickte, sind dabei. Den Kern des Teams bilden aber die Spieler der ehemaligen zweiten Mannschaft des SV Horneburg, die vor Jahren im Streit den Verein verlassen hatten. Mit Nevdzet Bakija hat man auch einen neuen Cheftrainer gefunden, dem mit Chris Merten, Sebastian Kerkhoff, Steven Redl und Edin Bakija gleich vier „Co-Trainer“ zur Seite stehen sollen.

Damenmannschaft sucht noch Verstärkungen

Eine Altherren-Truppe hat sich zudem formiert, auch eine Damenmannschaft steht in den Startlöchern. „15 Mädels sind schon da. Ein paar mehr dürfen es noch werden“, sagt Buddäus, der auch schon ein Trainerduo für das Damenteam an der Angel hat. Letzte Gespräche sind hier noch zu führen. In den kommenden Wochen will man sich den Arbeiten an der Außenanlage widmen. Der Sand für ein Beachvolleyball- oder Beachfußballfeld liegt schon bereit.

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