Die Richtung stimmt bei TuS Haltern, oder? Halbzeit-Bilanz von Trainer Lukas Große-Puppendahl

Redakteur
Fußball Kreispokal 27. Oktober 2022 Hirschkamp-Stadion, VfB Waltrop – TuS Haltern. Halterns Trainer Lukas Große-Puppendahl.
Rangiert mit dem TuS in der Winterpause über dem imaginären Strich: Halterns Trainer Lukas Große-Puppendahl. © Olaf Krimpmann
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Die Zeitenwende begann in der zweiten Oktoberwochenende. TuS Haltern hatte im Kellerduell gegen Rot-Weiß Deuten nur ein 4:4 erzielt, der allseits erhoffte Befreiungsschlag war ausgeblieben. Timo Ostdorf musste gehen, und bei der Wahl eines neuen Übungsleiters wurde die Klubführung in den eigenen Reihen fündig: Lukas Große-Puppenahl übernahm. Eher als ihm lieb war, der 30-Jährige wurde eigentlich als Spieler zurückgeholt.

Aber dass „Puppi“ mit einer Trainerlaufbahn liebäugelt, das hatte er schon bei seinen Aufenthalten in den USA gezeigt, wo er einige Jahre im College-Fußball tätig war. Seine Bilanz in Haltern: Zehn Punkte in sieben Spielen. „Die beiden letzten Spiele (1:5 und 0:3) ärgern mich schon ein wenig. Aber wir stehen zur Winterpause fünf Punkte vor einem Abstiegsplatz. Hätte mir einer das bei meinem Antritt gesagt, ich hätte das sofort unterschrieben.“

Das Selbstbewusstsein ist zurück

Was also bleibt von der Vorrunde und dem ersten Rückrunden-Spiel? Was ist noch zu tun? Ganz hoffnungslos ist die Lage ja nicht, das findet auch der Trainer: „Wir haben grundsätzlich einen Schritt nach vorne gemacht“, findet der. Ein 0:0 auf eigenem Platz gegen Peckeloh, ein 2:1-Sieg in Nottuln – das waren schon Resultate, die aufhorchen ließen. „Man merkt eben auch, dass wenn einige etablierte Spieler wie Nils Fabisiak oder jetzt Kevin Lehmann dabei sind, wir viel sicherer sind“, so der Trainer. „Grundsätzlich treten wir selbstbewusster auf.“

Lehmann feierte seine Rückkehr im Spiel gegen die Spvgg. Erkenschwick. Zwar konnte auch der Routinier nicht die 0:3-Niederlage verhindern. „Was er aber machte und wie er sich reingeworfen hat, das war schon erstklassig“, findet sein Trainer. „Letztlich ist er wie ein Neuzugang.“ Apropos: Wird sich etwas im Kader tun, denkt der Trainer über Veränderungen in der Winterpause nach? Ausschließen will Lukas Große-Puppendahl das nicht. Wie heißt es doch im schönsten Fußballer-Sprech: „Wir sondieren den Markt und schauen, ob sich etwas ergibt, was passen könnte.“

Geschlossenheit als Faktor

Wird der TuS Haltern damit sein Bilbao-Konzept über Bord werfen? Das auf keinen Fall, versichert der Trainer. „Die mannschaftliche Geschlossenheit, die wir gerade haben, ist ein Teil des Erfolgs“, findet der 30-Jährige. Immerhin sieht es danach aus, als sollte nach dem Abstieg aus der Oberliga Westfalen der freie Fall zu stoppen sein. So sieht es auch der Übungsleiter: „Wenn alle Leistungsträger von größeren Verletzungen verschont bleiben, sind wir gut aufgestellt.“

Noch bis Ende der Woche wird in Haltern trainiert. Freitag steht die gemeinsame Weihnachtsfeier an, erst dann geht es in eine kurze Pause. Am 26. Dezember stehen die Hallenstadtmeisterschaften an, am 30. Dezember der Hertener Mitternachtscup – dann geht es auch wieder zügig aufs Feld. Am 8. Januar ist Trainingsbeginn. Ob dann mit neuen Gesichtern, wird sich zeigen. Denn ganz die Augen verschließen will der Trainer nicht: „In einigen Bereichen könnten wir breiter aufgestellt sein.“ Und welcher Trainer sagt das nicht über seine Mannschaft?

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