Fußball

Mitglieder von BWW Langenbochum greifen zu den Werkzeugen

Fast 70 Mitglieder von BW Westfalia Langenbochum kommen zum Arbeitseinsatz auf der eigenen Anlage zusammen.
Auch der Langenbochumer Nachwuchs half bei der Säuberungsaktion auf der Anlage tatkräftig mit. © Steven Fischer

Erst nur eine kleine Gruppe kam dem Aufruf von BWW Langenbochum nach, die Sportanlage Nord zu säubern, aufzuräumen und in einen vorzeigbaren Zustand zu verwandeln. Das war am Morgen. Doch mit der Zeit kamen immer mehr Vereinsmitglieder, um mit anzupacken.

Letztlich waren es an die 70 Blau-Weiße, die mit Besen, Spaten, Fugenkratzer, Rasenmäher oder Unkrautentferner hantierten. Großväter und -mütter kamen mit den Enkeln – ebenso Trainer, Spieler der Jugend-Teams, die Ehrenamtlichen des Vorstands, Kinder mit Eltern und in fast kompletter Stärke die dritte Herren-Mannschaft und das Damen-Team, junge Burschen, Mädels und Mitglieder der Ü50-„Walking Soccer Gruppe“. Es wurde nicht viel geredet, es wurde direkt angepackt.

Die Älteren organisieren Container

BWWL-Vorsitzender Gerd Roth rieb sich die Augen und machte natürlich mit. Der Jugendvorsitzende Dirk Kruppa staunte, als die Jugendlichen auf den Knien Unkraut zupften und dieses mit Schubkarren abtransportierten. Die Älteren hatten Container organisiert und waren mit Auto und Anhänger den ganzen Tag unterwegs.

Die Mädels von der Frauenmannschaft säuberten Fugen und fegten mit Besen alles weg, dabei knallte der „Ghetto-Blaster“ Musik aus dem Lautsprecher. „Morgen wird gegen FC Schalke 04 gespielt! OK: Das ist ein gutes Training“, sagten sich die Mädels – eine wahrlich gute Kraft-Einheit.

„Wir Kinder der Malocher von der Zeche lösen jedes Problem“

Klar gab es am Ende, also am Nachmittag, isotonische Getränke und die Wurst im Brötchen. Passend, bevor der Regen einsetzte. Pressesprecher Steven Fischer fragte rhetorisch: „Wer ist eigentlich verantwortlich für die Instandhaltung?“ Natürlich der Zentrale Betriebshof der Stadt Herten. „Schwamm drüber, wir Kinder der Malocher von der Zeche lösen jedes Problem. Feddich“, sagt Steven Fischer.

„Der SV Vestia Disteln hat sich oft über die Stadtverwaltung und politische Funktionsträger beschwert. Auch wir in Langenbochum können ein Lied davon singen. Es wäre gut, wenn man mit Partnern sprechen könnte und nicht das Gefühl haben müsste, da kommen Kontrolleure“, sagt Steven Fischer abschließend.

Kabinentrakt ist in die Jahre gekommen

Er hat ausgemacht, dass die Langenbochumer Vereinsmitglieder schon eine gewisse Wut im Bauch gegenüber der Hertener Stadtverwaltung haben. „Wir hatten die Zusage, dass unsere Kabinen 2021 erneut werden“, sagt Steven Fischer. Immerhin ist der Kabinentrakt in die Jahre gekommen, mittlerweile rund 60 Jahre alt. Aber von einem Neubau sind sie in Langenbochum noch meilenweit entfernt.

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