Fußball

Müller langt für Bezirksligist SV Vestia Disteln gleich viermal zu

Nur gut, dass Westfalia Gelsenkirchen einen rabenschwarzen Tag erwischte. So leicht wird Bezirksligist SV Vestia Disteln wohl diese Saison nicht mehr an Punkte kommen.
Tore von Spielführer Philipp Müller (Mitte) durften die Fußballer des Bezirksligisten SV Vestia Disteln beim 7:0-Erfolg gegen Westfalia Gelsenkirchen gleich viermal bejubeln. © Michael Steyski

So kann‘s laufen: Bei den einen – SV Vestia Disteln – klappt vieles, bei den anderen – Westfalia Gelsenkirchen – gar nichts. Kein Wunder, dass die Hertener ihren Heimauftritt mit 7:0 (5:0) für sich entschieden.

Um es vorweg zu nehmen: Es hätte auch zweistellig enden können. Die von Jürgen Meier betreuten Gäste erlebten ein Waterloo. „Das war eine reine Katastrophe“, sagt Jürgen Meier. Ironie des Schicksals: Vor der Partie ging der Westfalia-Coach noch zur Vestia-Bank, wünschte jedem ein schönes Spiel. Und das hatten die Distelner allemal.

Müller eröffnet den Torreigen in der 14. Minute

Was auch daran lag, dass die Schützlinge von Jörg Breski aggressiv in die Zweikämpfe gingen, den Gegner in dessen Hälfte einschnürten. Ein einziges Mal schossen die Gelsenkirchener auf das von Jonas Weeke gehütete Tor. Das war in der 47. Minute. Der 18m-Flachschuss von Furkan Kocagöz stellte Weeke vor keine großen Probleme.

In Minute 14 gingen die Hausherren früh in Führung. Ein Pass in die Schnittstelle erreichte Mahmut Tas auf links, der frei vor Keeper Melih Incebacak auftauchte. Tas legte den Ball vorbei, der Torwart zog im das Standbein weg – klarer Elfmeter. Diesen verwandelte Philipp Müller zum 1:0. Weitere 14 Minuten später fiel das 2:0. Müller nahm einen Pass in die Tiefe auf, umkurvte Incebacak und schob aus spitzem Winkel ein (28.).

Vestia-Express kommt richtig ins Rollen

Nun kam der Vestia-Express richtig ins Rollen. Nur drei Minuten später hieß es bereits 3:0. Robin Karrasch flankte von rechts auf den Elfmeterpunkt. Mahmut Tas hielt direkt drauf, leicht abgefälscht landete die Kugel im Netz (31.). Die Vestia-Truppe verwaltete keineswegs den Vorsprung, sondern spielte weiter munter nach vorne.

Gerade über die rechte Seite durften die Distelner Angriff über Angriff vorbereiten. Es schien so, als würden die Gäste ohne Linksverteidiger spielen. In Minute 40 flankte Kevin Gola frei. Den Direktschuss von Philipp Müller aus sieben Metern wehrte Incebacak ab, doch sprang der Ball genau an die Schulter von Müller, von dort ins Netz – 4:0. Noch vor dem Wechsel fiel das 5:0. Ein Westfalia-Einwurf landete beim Torwart. Dieser traf den Ball nicht richtig, am Strafraum fing Timo Schmidt diesen ab. Er legte quer zu Müller, der aus zehn Metern zum vierten Mal traf (44.).

Timo Schmidt trifft zum 7:0-Endstand

Das Westfalia-Spiel wurde in Abschnitt zwei nicht besser. Zwar schraubten die Distelner einen Gang zurück, trafen dennoch zweimal. Erst köpfte Mahmut Tas eine Flanke von Julian Thimm ein (49.), dann spielte Westfalias David Lazarevic an der Mittellinie einen Freistoß genau in den Fuß von Timo Schmidt. Dieser marschierte aufs Gäste-Tor, traf aus 16 Metern zum 7:0 (53.).

SV Vestia Disteln: Weeke – Schramm, Altehage, Schmitz, Trakowski, Hahnenkamp (70. Wagner), Müller, Schmidt (70. Cmelenko), Tas (55. Kenzlers), Gola, Karrasch (55. Thimm)

Westfalia Gelsenkirchen: Incebacak (46. Maraun) – Aksoy, Muslubas, Kocagöz, Renneberg (46. Cabezas-Escribano), Madenci, Güner, Ljubas, Alanovic (39. Göllner), Lück, Lazarevic (67. Kanbur)

Tore: 1:0 (14./Foul-11m) Philipp Müller; 2:0 (28.) Philipp Müller; 3:0 (31.) Mahmut Tas; 4:0 (40.) Philipp Müller; 5:0 (44.) Philipp Müller; 6:0 (49.) Mahmut Tas; 7:0 (53.) Timo Schmidt

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