Fußball

Nach dem Derby ist für den B-Ligisten SV Westerholt vor dem Derby

B-Kreisligist SV Westerholt hat in dieser Saison noch keine Punkte abgegeben und fährt mit breiter Brust zum Derby nach Langenbochum.
Nicht zu stoppen von den gegnerischen Abwehrreihen war bislang der Westerholter Luca Jorczik (l.), der in zwei Spielen bereits acht Treffer markierte. © Michael Steyski

Nein, aufsteigen müssen sie nicht, die Kreisliga-B-Fußballer des SV Westerholt. Aber sie dürfen. Nach dem Abstieg 2013 aus der Kreisliga A gehören die Westerholter stets zu den besseren Adressen in der B-Liga, holten stets einstellige Platzierungen. Der große Wurf klappte allerdings nicht. Als Favoriten für diese Saison hat SVW-Trainer Christoph Woischny BWW Langenbochum II, SC Herten, SSC Recklinghausen und auch seine Westerholter ausgemacht.

Zwei Spiele haben die Westerholter in dieser Saison bestritten. Dem 8:1 bei GW Erkenschwick III folgte noch ein 12:0 im Derby gegen DTSG Herten II. „Letzte Saison haben wir gegen DTSG II noch mit 2:3 verloren, aber die Mannschaft ist nicht mehr vergleichbar mit der aus der Vorsaison“, sagt Christoph Woischny, der mittlerweile in seine neunte Saison geht.

Das Heimspiel gegen die Spvgg. 95/08 Recklinghausen wurde bei 2:0 kurz vor der Pause abgebrochen, weil sich der Unparteiische angeblich von einem Recklinghäuser bedroht gefühlt hatte. „Da gibt es am kommenden Montag eine Spruchkammer-Sitzung“, sagt Christoph Woischny.

„Ich freue mich auf ein cooles Duell“

Am Sonntag steht bereits das nächste Ortsduell an, bei Spitzenreiter BWW Langenbochum II. Die Blau-Weißen haben alle drei Spiele gewonnen (Torverhältnis 13:2). „Unsere Gegner waren am Anfang nicht die stärksten. Ich freue mich schon auf ein cooles Duell mit den Langenbochumern. Die haben eine hoch talentierte Truppe. In der letzten Saison durften wir ja nicht gegen sie spielen“, sagt Christoph Woischny.

Was die Stärken seiner Mannschaft sind? „Die Spieler passen alle zusammen, das ist eine gewachsene Truppe. Die Jungs verstehen sich, die Stimmung ist blendend“, sagt der Westerholter Trainer. Zudem sei der Kader ausreichend groß. „Wir haben 21 Feldspieler und zwei Torhüter. Da wir aktuell einige Verletzte haben, merken auch die Spieler mit der Nummer 14 und 15, dass sie gebraucht werden“, sagt Christoph Woischny.

Jorczik und Santana erzielen 16 der 20 Saisontore

Zudem hat er im Sturm zwei ausgezeichnete Schützen. Luca Jorczik (8) und Neuzugang Mauricio Guisado Santana (8) haben bereits 16 der 20 Saisontore erzielt. „Zu guten Torjägern gehört eine gute Mannschaft, die die Tore vorbereitet“, betont Christoph Woischny.

Nur ein Gegentor in 180 Minuten, das zeugt auch von guter Deckungsarbeit. „Wir lassen nicht viel zu“, weiß Christoph Woischny. Das fängt schon bei zwei starken Torhütern an. Weder Nicolas Füllbeck noch Marvin Zeschan seien die klare Nummer eins. „Der eine hat zwei Spiele bestritten, der andere auch“, sagt Christoph Woischny. Wer in Langenbochum zwischen den Pfosten steht? „Mal schauen“, lässt sich der Westerholter Trainer nicht in die Karten schauen.

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