Handball

SV Westerholt hofft auf Aufstiegsrunde – aber kann sie stattfinden?

Kann im Handballverband Westfalen noch eine Aufstiegsrunde gespielt werden? Landesligist SV Westerholt hat sich zumindest dafür angemeldet. Doch die Zeit drängt.
Marius Gatner und die Landesliga-Handballer des SV Westerholt würden gerne an einer Aufstiegsrunde teilnehmen. Doch die Zeit wird knapp. © Michael Steyski

In der Theorie erscheint vieles einfach. Im Mai sollen sich die aufstiegswilligen Vereine im Handballverband Westfalen auf eine mögliche Aufstiegsrunde vorbereiten. Ende Juni muss die Runde dann beendet sein. So weit, so gut! Aber können auf sportlichem Wege überhaupt noch Aufsteiger ermittelt werden?

„Leicht wird das nicht“, bekennt auch Ralf Anischewski, Sportlicher Leiter beim SV Westerholt. Der Hertener Landesligist gehört zu den mehr als 20 Vereinen im Gebiet des Handballverbandes (HV) Westfalen, die zu den Aufstiegsrunden zur Verbandsliga gemeldet haben.

Bis zum 5. Mai erklären

Jetzt flatterten den Klubs hierfür die Vorgaben ins Haus. Bis zum 5. Mai können die Vereine noch einen Rückzug erklären. Danach steht endgültig fest, wie viele Klubs mitmachen. In Zusammenarbeit mit den Klubs soll der praktikabelste Modus erarbeitet werden – immer unter der Voraussetzung, dass eine vierwöchige Vorbereitungszeit gewährleistet ist.

Sechs Gruppen sind geplant

Und genau dort liegt eines der Hauptprobleme, warum es knapp werden könnte mit der Aufstiegsrunde. „Nachdem was wie bisher wissen, könnte es auf insgesamt sechs Gruppen, jeweils mit Dreier- oder Viererteams, hinauslaufen und die Sieger steigen dann auf“, berichtet Anischewski. In einer Vierergruppe müssten die Westerholter Handballer dann also drei Begegnungen austragen – als Termine stehen der 13., 20. und 27. Juni im Raum.

Vier Wochen Vorbereitungszeit

Folglich müsste die Vorbereitungszeit also allerspätestens Mitte Mai starten – was angesichts der Entwicklungen der aktuellen Coronazahlen schwierig erscheint. So haben die aufstiegswilligen Vereine zwar nun einen Zeitplan an der Hand. Aber wie die Praxis im Juni aussieht, das bleibt die große Unbekannte.

Fest steht nur: Weite Reisen nach Ostwestfalen oder ins Münsterland werden die Klubs nicht haben. Auf Gegner wie HSV Minden-Nord, HSC Bad Oeynhausen oder TSV Ladbergen werden die Hertener nicht treffen. Eine regionale Eingrenzung ist vorgesehen, sodass Gegner wie die Reserve-Teams des HSC Haltern und des VfL Gladbeck oder Teutonia Riemke realistischer erscheinen.

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