Handball

SV Westerholt überrascht gegen den Favoriten TV Verl

Mit einer Überraschung sind die Handballer des SV Westerholt in die Verbandsliga-Saison gestartet. Gegen Titel-Mitfavorit TV Verl langte es zu einem Unentschieden.
Mit Dynamik: Westerholts Rückraumspieler Simon Bracklow probiert es hier gegen die Verler Deckung mit einem Sprungwurf. © Patrick Lechtenböhmer

Am Ende hatten sich die Verbandsliga-Handballer des SV Westerholt den einen Punkt zum Saisonauftakt redlich verdient. Aufgrund einer starken zweiten Halbzeit holten die Hausherren gegen den TV Verl, einen Mitfavoriten um den Titel, ein 28:28-Unentschieden.

Verbandsliga-Luft in der Sporthalle im Bahnhof. Lang lang ist’s her. Exakt 1219 Tage ist es her, dass die Handballer vom SV Westerholt den bitteren Gang in die Landesliga antreten mussten. Im ersten Spiel nach der Rückkehr bot die Mannschaft von Trainer Stephan Winkler den knapp 100 Zuschauern eine gute Vorstellung und belohnte sich mit einem Remis gegen den TV Verl.

„Kirsche auf der Torte hat gefehlt“

Bitter: Es wäre auch noch mehr drin gewesen. „Die Kirsche auf der Torte hat leider gefehlt“, ärgert sich Westerholt-Trainer Stephan Winkler über den vergebenen Heimsieg. Nichtsdestotrotz geizte der Übungsleiter nicht mit Lob. „Ich glaube, dass wir den Fans eine richtig gute Partie geboten haben. Gerade in Sachen Moral. Den Punkt sehe ich daher als absolute Belohnung an“, so Winkler, dem zum Saisonauftakt nur ein „Rumpfkader“ zur Verfügung stand.

Den Auftakt gestalteten beide Mannschaften durchaus temporeich. Die Gäste aus Ostwestfalen hatten in den entscheidenden Momenten aber stets das Glück auf ihrer Seite. Begünstigt durch viele Zeitstrafen führte Verl zur Pause auch mit 15:12. „Es war absolut kein unfaires Spiel. Ich habe die Schiedsrichter zwischenzeitlich mal gefragt, ob wir wirklich so brutal spielen“, ärgerte sich Winkler über einige strittige Entscheidungen der Unparteiischen.

Rückstand wächst nach der Pause an

Nach dem Wechsel wuchs der Rückstand zunächst auf sechs Tore an – 17:23 (41.). Insbesondere gegen Kreisläufer Albert Kreismann (7 Tore) fanden die Gastgeber wenig Zugriff. „Im Zusammenspiel mit Thilo Vogler hatten wir einige Problem“, ärgert sich Winkler, der sich nach der Pause aber speziell auf zwei Rückkehrer verlassen konnte.

Björn Otterbach wurde im Kasten von Minute zu Minute stärker und schickte Linksaußen Kai Schlottke mit präzisen Pässen auf die Reise in Richtung Gegenstoß. Im Rückraum brachte Kapitän Simon Bracklow seine Mannschaften schließlich zurück in Schlagdistanz – 26:27 (55.). Als David Tekath wenig später zum Ausgleich traf, schnupperten die Hausherren am ersten Heimsieg, ehe Verls Joshua Lücking zum 28:28-Endstand traf. „Viel hat nicht gefehlt. Wir haben zwei Siebenmeter verworfen und ein bisschen Pech mit dem Aluminium gehabt. Aber auf diese Leistung können wir definitiv aufbauen. Es war auf jeden Fall ein guter Einstieg“, so Winkler abschließend.

SV Westerholt: Otterbach, D. Poursafar – Bracklow 7, Schlottke 7/1, Mühlnickel 5, Kolev 4/1, M. Stotten 3, Tekath 2, Feldhege, Mix, G. Stotten

Spielfilm: 2:3 (5.), 3:6 (10.), 6:7 (15.), 8:9 (20.), 11:12 (25.), 12:15 (30.), 16:19 (35.), 17:22 (40.), 20:24 (45.), 23:25 (50.), 26:27 (55.), 28:28 (60.)

Zeitstrafen: 6:2

Lesen Sie jetzt