Fußball: Bezirksliga 14

VfB Hüls – TSG Dülmen: „Wir nehmen das Spiel total ernst!“

Beim VfB Hüls hat Manfred Wölpper einen der größten Erfolge als Trainer gefeiert: Er coachte den Klub 2000/01 zum Oberliga-Titel. Jetzt kommt er mit der TSG Dülmen zum Bezirksliga-Topspiel.
Hochspannung vor dem Spitzenspiel beim VfB Hüls: Dülmens Trainer Manfred Wölpper. © Olaf Krimpmann

Im Sommer 2020 ist Manfred Wölpper zur TSG Dülmen zurückgekehrt. Dorthin, wo der Marler seine erfolgreiche Laufbahn als Trainer in den 90er-Jahren begann. Damals führte Wölpper die TSG unter die Topvereine der Oberliga. Jetzt will er mit Dülmen noch einmal nach oben. Alle Beobachter der Bezirksliga 14 sind sich einig: Die TSG ist der Top-Favorit auf den Aufstieg in die Landesliga. Nur eine Mannschaft hält bislang Schritt – Wölppers Ex-Verein VfB Hüls. Am Sonntag (15 Uhr) kommt es früh in der Saison zum Spitzenspiel am Badeweiher.

Viele haben mit einem Zweikampf zwischen TSG Dülmen und FC Marl an der Spitze der Bezirksliga 14 gerechnet. Jetzt heißt das Spitzenspiel plötzlich Hüls gegen Dülmen. Eine Überraschung?

Ich muss zugeben, für mich ist das schon eine Überraschung. Mit dem VfB Hüls hätte ich da oben nicht unbedingt gerechnet. Aber der Saisonstart bringt so etwas eben mit sich, und dann kann das schnell eine Eigendynamik entwickeln. Auf der anderen Seite: Der VfB hat schon in der letzten Saison bei uns ein richtig gutes Spiel gemacht, als die Mannschaft noch unten stand.

Das heißt: Die TSG nimmt die Sache nicht auf die leichte Schulter.

Wir nehmen das Spiel auf jeden Fall total ernst! Wie jeden Gegner. Bisher ist es für uns sehr gut gelaufen. Aber der Mensch neigt bekanntlich zum Leichtsinn, wenn es ihm zu gut geht – und Fußballer ganz besonders. Deshalb achte ich auch peinlich genau darauf, dass jetzt keiner nachlässt und alle fokussiert bleiben. Das funktioniert auch gut: Die Konkurrenz in der Truppe ist groß. Alle scharren mit den Hufen und wollen spielen. Das hält die Spannung hoch.

13 Punkte, überragende Tordifferenz, Tabellenführer: Gibt es nach einem fast perfekten Saisonstart überhaupt irgendetwas zu kritisieren an Ihrer Mannschaft?

Auch wenn da jetzt komisch klingt: Wir haben bisher 25 Tore geschossen, aber es hätten sogar noch mehr sein können. Es ist unglaublich, was wir teilweise für Chancen ausgelassen haben. Aber ich will jetzt nicht das Haar in der Suppe suchen.

Wie gut kennen Sie die aktuelle Mannschaft des VfB Hüls überhaupt?

Natürlich erkundigt man sich vor so einem Spiel bei Trainerkollegen, holt Infos über das Spielsystem ein oder über die Standards des Gegners. Aber wirklich gut kenne ich die Mannschaft de facto nicht. Entscheidend ist aus meiner Sicht aber, dass wir am Sonntag unseren Plan und unsere Taktik durchsetzen. Das habe ich als Trainer immer so gehalten.

Irgendwelche Sorgen vor dem Spitzenspiel?

Wenn ich ehrlich bin: keine. Ich kann aus dem Vollen schöpfen. Auch unser Top-Torjäger Alexander Kock ist wieder dabei. Das tut uns gut. Wir kommen am Sonntag als Tabellenführer an den Badeweiher. Und als Tabellenführer wollen wir auch wieder abreisen