Ultrasport

Andreas Niedrig: Wenig Weihnachtszauber und auch die Wüste fällt aus

Trübes Vor-Winterwetter, kaum Weihnachtsstimmung in heimatlichen Gefilden - da passt es, dass für Andreas Niedrig der Traum von der Wüste geplatzt ist. Der Namib Desert Dash findet ohne den Oer-Erkenschwicker statt.
Andreas Niedrig vor einem Jahr in Namibia: Das Erlebnis hätte der Oer-Erkenschwicker gerne wiederholt. © SYSTEM

Der Oer-Erkenschwicker hatte eigentlich Anfang Dezember beim Namib Desert Dash starten wollen, ein Mountainbike-Rennen, das fast 400 Kilometer durch die Namib-Wüste in Namibia führt. Nun ist das Land im Südwesten Afrikas endgültig zum Hochrisikogebiet in Sachen Corona erklärt worden.

„Schade“, so der 54 Jahre alte Triathlet aus Oer-Erkenschwick. Der hatte im vergangenen Jahr an der ultimativen Herausforderung auf dem Mountainbike teilgenommen und Gefallen am Rennen unter sengender Sonne und in tiefschwarzer Nacht gefunden. Entsprechend hatte Niedrig sich bis zuletzt akribisch vorbereitet.

Die Ironman-WM auf Hawaii im Visier

Wobei das Rennen nicht abgesagt ist: Und das macht es schwierig, das Startgeld zurückzubekommen . „Obwohl eine Reisewarnung besteht, gibt es Flüge“, so Niedrig. „Und der Veranstalter argumentiert, es sei eine zumutbare Situation aktuell.“ Entsprechend will der Veranstalter das Event nicht absagen und besteht darauf, das Startgeld einzubehalten, so Niedrig. Die Gesamtkosten liegen im vierstelligen Bereich, 26 Deutsche hatten gemeldet. „Einige fliegen jetzt doch da runter, weil sie einfach das Geld nicht verfallen lassen wollen“, berichtet Niedrig.

Für ihn ist klar: Der Jahresabschluss unter südafrikanischer Sonne fällt ins Wasser. Aber es geht weiter: Nachdem Andreas Niedrig zuletzt viel auf dem Rad trainierte, hat er jetzt das Lauftraining wieder intensiviert. Wer weiß, was 2022 bringt: Die Teilnahme an der Ironman-WM auf Hawaii im Oktober hat Andreas Niedrig unverändert im Visier.

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