RW Erkenschwick gegen Disteln II

Ausgerechnet Kammoun: Stürmer erzielt Traumtor gegen den Ex-Klub

In der Kreisliga A2 trafen sich mit RW Erkenschwick und SV Vestia Disteln zwei Tabellenanchbarn in der Kreisliga A2. Es wurde das erwartete Duell auf Augenhöhe.
Sebastian Fricke setzte nur selten zu einem seiner gefürchteten Tempoläufe an. © Andreas von Sannoowitz

Vor dem Spiel wäre Thomas Sliwa mit einem Punkt zufrieden gewesen, wie er im Vorfeld angesichts der vielen personellen Ausfälle verkündete. Nach den intensiven 90 Minuten auf dem Sportplatz am Mühlenweg gegen den Tabellennachbarn Vestia Disteln II, die mit einem leistungsgerechten 1:1 (1:0)-Remis endeten, war es der Trainer von A-Ligist RW Erkenschwick erst recht.

Zwei Mann hatte Sliwa nur auf der Bank. Dafür gab Neuzugang Yannick Herrmann, der aus einer längeren Fußballpause kam, sein Debüt für die Honermänner. Gegen die Gäste aus Herten, bei denen Routinier Tim Gegenhuber als spielender Trainer aushalf, kam es für die Gastgeber auch zum Wiedersehen mit den beiden Ex-Spielern Torwart Jonas Fischer und Torjäger Amir Kammoun. Letzterer sollte in der ausgeglichenen Begegnung im zweiten Durchgang seinen großen Auftritt haben.

In Hälfte eins hatte Emre Odabas, der einen Freistoß von Felix Musial ins Tor lenkte, die ersatzgeschwächten Hausherren in Front gebracht (10.). Die Anfangsphase ging an RWE. „Da war der Gegner besser“, gab auch Tim Gegegenhuber zu. Aber gegen Ende des ersten Durchgangs nahm der Druck der Distelner zu.

Fallrückzieher nach Kopfball an den Querbalken

Und das setzte sich auch in Hälfte zwei fort. Es dauerte jedoch bis zur 75. Minute, ehe den Hertenern der Ausgleich gelang. Es war ein sehenswerter Treffer, den ausgerechnet Ex-RWE-Spieler Kammoun erzielte. Nach einer Hereingabe segelte RWE-Torwart Mark Horst am Ball vorbei, Kammouns Kopfball landete am Querbalken. Doch den Abpraller jagte der Mittelstürmer mit einem artistischen Fallrückzieher in den Torwinkel zum 1:1. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Schluss. „Das Ergebnis geht unterm Strich in Ordnung“, stellte auch Gegenhuber nach Abpfiff fest.

Lesen Sie jetzt