Fußball

Der erste Punkt ist da – aber ist gefühlt irgendwie noch zu wenig

Die Spvgg. Erkenschwick hat ihre Ergebniskrise leidlich überwunden – gegen GW Nottuln reichte es aber nur einem Punkt. „Wir hatten mehr erhofft“, sagte Trainer David Sawatzki nach dem 1:1.
Hakan Gökdemir schreit nach dem Ausgleichstreffer, einem von Jan Binias verwandelten Foulelfmeter, seine Freude heraus. Mehr als ein 1:1 wollte den Schwarz-Roten aber nicht gelingen. © Olaf Krimpmann

Die Partie war keine drei Minuten alt, als das Unheil seinen Lauf nahm: Lukas Keysberg ließt sich von Oliver Leifken überlaufen, der flankte aus vollem Lauf in den Fünfmeterraum und traf Christoph Kasak. Von dessen Brust schlug der Ball unhaltbar für Keeper Sören Stauder im eigenen Netz ein – mehr Pech geht nicht.

„Ich hatte gedacht, wir haben schon alles erlebt in dieser Saison“, so David Sawatzki. Dessen Plan, aus einer sicheren Deckung zu agieren, war damit über den Haufen geworfen.

In der Folge waren die Platzherren bemüht, die defensiv gut stehenden Nottulner auszuhebeln, taten sich aber schwer. Dennoch hätte vor der Halbzeit der Ausgleich fallen können: Einmal passte Moritz Isensee zu ungenau, er hätte frei vor Keeper Christoph Hunnewinkel selbst den Abschluss suchen können (7.). Dann traf Marcel Klakus den Außenpfosten (13.), ehe Finn Wortmann eine Binias-Flanke kurz vor der Halbzeit um Zentimeter neben den Pfosten setzte (43.). Was zeigte: Es gab Chancen, doch ein echter Verwerter war nicht gefunden.

Wortmann sorgt für Wirbel

Voller Elan kamen die Gastgeber aus den Kabinen, vor allem Finn Wortmann zog immer wieder zwei Gegenspieler auf sich. In der 49. Minute hatte der als Sturmspitze aufgebotene Blondschopf endlich eine Eins-gegen-eins-Situation, die er nutzte: Nottulns Andre Kreuz konnte sich im eigenen Strafraum nur mit einem langen Bein gegen den quirligen Erkenschwicker durchsetzen, Schiedsrichterin Anna-Lena Weiß zeigte nach Blickkontakt mit ihrem Assistenten auf den Elfmeterpunkt.

Jan Binias verwandelte sicher. Es blieb danach dennoch eine zähe Angelegenheit. Nottuln war zwar lange nicht wirklich gefährlich, schien mit dem 1:1 eher zufrieden als die Hausherren, die schlussendlich alles versuchten um endlich den ersehnten (und möglichen) Dreier einzufahren. Allein, es fehlten klare Abschlüsse.

Am Ende mussten die „Schwicker“ noch zittern

In der 88. Minute wäre es dann beinahe passiert: Stefane Oeterer, erst in der 60. Minute ins Spiel gekommen, setzte am Nottulner Fünfmeterraum bei einer Hereingabe von Jan Binias zum Flugkopfball an, das Rund flog aber knapp am langen Pfosten vorbei (87.). Wer weiß, was ein Tor zu diesem Zeitpunkt noch hätte bewirken können?

So mussten die „Schwicker“ in einer wilden Schlussphase, in der es hin und her ging, sogar noch zittern. Zweimal rettet Sören Stauder in höchster Not – beinahe wäre auch dieser Punkt futsch gewesen.

Spvgg. Erkenschwick: Stauder – Keysberg (60. Oerterer), Heine, Kasak, Weßendorf – (83. Ovelhey) Gökdemir, Klakus – Schuwirth, Isensee, Binias – Wortmann (90. + 3 Sarikiz)

Tore: 0:1 Kasak (3.; Eigentor), 1:1 Binias (49.; Foulelfmeter)

Zuschauer: 200

Schiedsrichterin: Anna-Lena Weiß (Holzwickede)

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