Fußball-Kreispokal

FC 26 gegen SW Röllinghausen: Joel Göttken der tragische Pokalheld

Der tragische Pokalheld heißt Joel Göttken. Erst rettete der Offensivmann den FC 26 Erkenschwick gegen SW Röllinghausen in der Nachspielzeit ins Elfmeterschießen. Da versagen ihm die Nerven.
Philipp Owczarzak hatte im ersten Durchgang eine 100-prozentige Möglichkeit zum Führungstreffer für den FC 26 Erkenschwick.
Philipp Owczarzak hatte im ersten Durchgang eine 100-prozentige Möglichkeit zum Führungstreffer für den FC 26 Erkenschwick. © Andreas von sannowitz

Was war das für ein toller Fight, den der B-Ligist im Stimberg-Stadion dem klassenhöheren Gast aus Recklinghausen bot? Auf der Tribüne war man sich einig, dass diese 90 Pokal-Minuten jeden Cent des Eintrittspreises wert waren. Dabei war die Partie nach 80 Minuten beim Stande von 1:4 eigentlich schon entschieden, ehe der FC die zweite Luft bekam. Röllinghausen führte bereits zur Pause schmeichelhaft mit 3:0. Zweimal der starke Niklas Aussem (27./42.) sowie Aboubacar Diallo (35.) hatten in Hälfte eins getroffen, was einer nahezu 100-prozentigen Chancenverwertung glich. Effektiv nennt man das wohl auch.

Spielmacher Wieke muss Torwart Nöllecke ersetzen

Aushilfstorwart Nico Wieke, der den verletzten Dennis Nöllecke beim FC ersetzen musste und eigentlich als Spielmacher im Maschinenraum der Rapener gesetzt ist, war bei allen drei Treffern machtlos. Und auch Röllinghausens Trainer Frank „Zecke“ Fuhrmann gab beim Seitenwechsel zu: „Hier könnte es auch gut und gerne 3:3 stehen.“

„Peter“ haucht dem FC 26 neues Leben ein

Dass es noch einmal spannend wurde, hatten sich die Gäste wohl selbst zuzuschreiben. Zwar verkürzte Nico Stegemann auf 1:3 (65.). Als erneut Aussem aber nur fünf Minuten später den Drei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt hatte, forderten die Röllinghäuser „Experten“ von der Tribüne, dass der Trainer doch gefälligst jetzt dem Nachwuchs eine Chance geben solle. Röllinghausen wechselte durch. Botrous Thalia, beim FC der Einfachheit halber in „Peter“ umgetauft, hauchte der Klemm-Elf per Kopfball-Doppelpack (82./86.) wieder neues Leben ein. Und als eingangs erwähnter Göttken den Ball nach 92 Minuten von der rechten Strafraumecke platziert mit dem starken Linken ins lange Eck schlenzte, war der FC aus dem Häuschen.

In Runde zwei wieder nach Oer-Erkenschwick

Belohnt wurde die tolle Aufholjagd des FC aber nicht mehr. Röllinghausen bewies Nervenstärke und verwandelte alle fünf Elfer. Göttken scheiterte an Torwart Luca Trachternach. In Runde zwei geht’s für Röllinghausen wieder nach Oer-Erkenschwick. Gegner am kommenden Sonntag ist Ligakonkurrent Grün-Weiß.

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