Derby in der Kreisliga B

RW Erkenschwick II feiert den ersten Sieg und vergrößert Titanias Krise

RW Erkenschwick II schießt den SV Titania weiter in die Krise und feiert selbst mit dem 3:2 (1:1)-Erfolg im vierten Versuch nach zuvor drei Niederlagen den ersten Dreier der Saison.
Jubel bei RWE: Felix Bernemann nimmt die Glückwünsche von Karsten Dreher entgegen. © Andreas von Sannowitz

Felix Bernemann, der zuletzt beim 1:4 im Derby vor einer Woche gegen die Spvgg. Erkenschwick II noch schmerzlich vermisst wurde, war mit einem Doppelpack im Ortsduell mit den nach drei Spielen noch sieg- und punktlosen Titanen der Matchwinner. Dass es die ersten Punkte für die Mannschaft von RWE-Coach Walter Brans geben würde, danach sah es zu Beginn aber nicht aus. Titania hatte zunächst alles im Griff.

Und ging durch Jan-Henrik Plumpe auch verdient mit 1:0 in Führung. „In den ersten 20 Minuten waren die Titanen die bessere Mannschaft“, musste auch Walter Brans eingestehen. Der Trainer griff von außen ein, stellte um und das mit Erfolg. Bis zur Pause wurde die Begegnung ausgeglichener. Und Thomas Meister schaffte den 1:1-Ausgleich, scheiterte zunächst an Keeper Marcel Korneli und versenkte den Nachschuss (35.). Mit dem insgesamt gerechten 1:1 ging es auch in die Halbzeitpause.

Zwei Bernemann-Tore in nur drei Minuten

Dann hatte Bernemann seine starken drei Minuten. Nach Ecke von Robin Kremer und Kopfballablage von Chritsian Bolz brachte der bullige Mittelstürmer die Gastgeber mit 2:1 in Führung (50.) Drei Minuten später ließ Bernemann den RWE-Anhang mit dem 3:1 erneut jubeln. Wieder hatte Kremer, dieses Mal per Freistoß aus dem rechten Halbfeld, denn Ball auf den zweiten Pfosten geschlagen. Erneut legte Bolz das Leder per Kopf in die Mitte, wo sich Bernemann gegen zwei Abwehrspieler durchsetzen konnte. Das sah schon sehr einstudiert aus, war es aber wohl nicht. „Dazu müssten die alle ja immer zum Training kommen“, schmunzelte Brans an der Seitenlinie.

Mit dem Mute der Verzweiflung rannte Titania in der Folge an, erspielte sich auch eine ganze Reihe guter Möglichkeiten. Und nach einer Stunde drückte Niklas Drögehoff den Abpraller nach Lattenkopfball von Mahmut Karatas zum 3:2-Anschluss über die Linie.

RWE lässt am Ende jede Menge Chancen aus

Was folgte war ein wildes Spiel mit etlichen weiteren Chancen auf beiden Seiten. Die besseren Möglichkeiten hatten die Gastgeber, die die Räume zum Kontern nutzten. Aber weil Karsten Dreher an Korneli scheiterte (65.), Meister den Ball an die Latte drosch (75.), Finn Hornung und Bolz bei einer Doppelchance zweimal Pech hatten (82.) und vor allem Philipp Fischer alleine vor dem Tor einen völlig missratenen Heber in die Arme von Torwart Korneli spielte (83.), blieb es bis in die Schlussminuten spannend.

Lesen Sie jetzt