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Schulden getilgt – TuS 09 Erkenschwick blickt nach vorn

Vor sechs Jahren wurde beim TuS 09 Erkenschwick ein Notvorstand eingesetzt. Inzwischen befindet sich der Verein in ruhigem Fahrwasser. Und er hat noch einiges vor.
Frank Kaiser (r.) und Hannes Kemper stehen weiter an der Spitze des TuS 09 Erkenschwick. © Jochen Börger

Es gab Zeiten in der Geschichte des TuS 09 Erkenschwick, da ging es während der Delegiertenversammlung hoch her. Gerangel um Vorstandsposten, gegenseitige Schuldzuweisungen, Streitereien um die Finanzen – all das war zwar nicht Alltag im größten Sportverein der Stimbergstadt, die Themen bestimmten aber zahlreiche Diskussionen. Sechs Jahre, nachdem ein Notvorstand eingesetzt werden musste, hat sich die Lage entspannt.

Das war die Kernbotschaft, die der TuS-Vorsitzende Frank Kaiser jetzt den 47 anwesenden stimmberechtigten Teilnehmern der Delegiertenversammlung übermittelte. „Seit März 2021 sind wir frei von Verbindlichkeiten“, berichtete Kaiser, der den Sanierungskurs aber nicht nur dem aktuellen Vorstand gutschreiben will. „Das ist ein Verdienst aller Abteilungen.“ In den vergangenen sechs Jahren sind laut Kaiser rund 335.000 Euro getilgt worden.

Hannes Kemper bleibt Stellvertreter

Der Vorsitzende selbst stand in diesem Jahr nicht zur Wahl, dafür aber sein Stellvertreter. Hannes Kemper wurde einstimmig im Amt bestätigt. Neuer Kassierer ist Klaus Bylitza, der auf Sascha Lipowski folgt. Den Ehrenrat bilden zukünftig Angelika Damnitz, Sabine Weichert, Liliane Vortmeier, Peter Nitsche, Ferdi Geisthoff, Detlef Lakomy und Dirk Arendt.

Wie bei den meisten Großvereinen in NRW ist die Coronakrise auch am TuS 09 mit Blick auf die Mitgliederzahlen nicht spurlos vorübergegangen. 1225 Aktive sind aktuell verzeichnet, hinzu kommen rund 100 sogenannter „Doppel-Mitgliedschaften“ .

150 Mitglieder weniger als im Vorjahr

Insgesamt gab es während der Pandemie-Zeit einen Rückgang von rund 150 Mitgliedern. Bei den Einnahmen verzeichnete der Verein im Vergleich zum Vorjahr einen Verlust von rund zehn Prozent. Allerdings konnte auch der Ausgabenbereich um sechs Prozent reduziert werden.

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