Basketball: Regionalliga West

Derby-Stress: Citybasket und Hertener Löwen müssen in 24 Stunden zwei Mal ran

Die Hauptrunde in der Regionalliga ist kurz vor der Ziellinie: Für Citybasket und Hertener Löwen geht es noch mal in die Vollen. An diesem Freitag (1. April) treffen sie im Derby aufeinander, morgen geht‘s direkt weiter.
Szene aus dem Hinspiel: Tyson Kanseyo (am Ball) und Citybasket hatten in der Rosa-Parks-Sporthalle das Derby gegen ersatzgeschwächte Löwen am Ende fest im Griff. © Thomas Braucks

Dieses Spiel besaß schon immer einen Hauch von Besonderheit. Dass ein Derby zwischen Citybasket Recklinghausen und den Hertener Löwen an einem Freitagabend stattfindet, das gab es bereits. Aber dass innerhalb von 24 Stunden beide Vestrivalen gleich zweimal aufs Feld müssen, das ist historisch. An diesem

Freitag also das „große“ Derby ab 20 Uhr in Recklinghausen – und am Samstag stehen die beiden Vestrivalen ab 19 Uhr dann noch einmal in der Pflicht: Citybasket im Vest-Duell gegen die BG Dorsten, die Löwen gegen die Ballers Ibbenbüren. Dann ist die Hauptrunde Geschichte, ehe es in die Play-offs geht.

Citybasket hat sich eine gute Ausgangslage geschaffen

Mit dem immens wichtigen Auswärtssieg in Ibbenbüren haben sich die Recklinghäuser um Trainer Robin Singh eine eindeutige Ausgangslage geschaffen. Mit einem Sieg gegen Herten oder einer knappen Niederlage kann Citybasket in Sachen Play-off-Qualifikation alles klar machen. Ansonsten fällt die Entscheidung erst am Samstag.

Derbys wie das heute sind Abende für besondere Protagonisten. Sei es David Ewald. In Herten aufgewachsen, dort feierte der heute 22-Jährige in der Jugend große Erfolge. Oder eben Christoph Bruns, den alle nur „Kiki“ nennen.

Sein letztes Derby? „Kiki“ Bruns lässt die Frage offen

Drei Jahre (2005 bis 2008) spielte Bruns in Herten, in der Stadt ist der Vater von drei Kindern als Rechtsanwalt tätig. Doch sportlich sorgt der 34-Jährige seit inzwischen elfeinhalb Jahren in Recklinghausen für Recht und Ordnung. Wenn jemand weiß, was das „große“ Derby für eine Bedeutung hat, dann Bruns.

Wird es womöglich das letzte für ihn sein? „Kiki“ Bruns lässt es offen. „Ich bin ja noch fit. Und wenn mir das Vertrauen entgegengebracht wird und es körperlich noch hinhaut, ist alles möglich. In dieser Truppe zu spielen, macht wirklich Spaß.“

So spricht niemand, der vor seinem finalen Duell mit den Hertener Löwen steht. Die haben ihre Play-off-Chancen mit der Pleite bei den New Elephants Grevenbroich am vergangenen Samstag zu 99 Prozent verspielt. Trainer Cedric Hüsken, im Hauptberuf Lehrer, mag trotzdem noch keinen Urlaub für die Osterferien buchen: „Im Sport hat man schon viele verrückte Sachen erlebt.“

Die Chancen der Löwen sind minimal

Aber natürlichen wissen auch Hüsken und sein Team: Wegen der 70:80-Niederlage im Hinspiel und bei vier Punkten Rückstand muss nicht nur ein Kantersieg im Derby her. Die Löwen bräuchten am Samstag noch Schützenhilfe von der BG Dorsten – und selbst einen Erfolg gegen den Tabellenvierten Ibbenbüren.

Hätte, wenn und aber – und davon ziemlich viel. Vor allem mit Blick auf die Hertener Personallage: Für Flügelspieler Cedric Perry ist die Saison nach einer OP am Sprunggelenk beendet. Ex-Citybasket Juan Barga laboriert an einer Verletzung am Oberschenkel, hat seit acht Tagen nicht trainiert. Ein großes Handicap sei das, sagt Trainer Hüsken: „Trotzdem bleibt das Derby ein ganz wichtiges Spiel für uns. Wir geben alles.“ Wenn schon nicht mehr für die Play-offs, dann wenigstens für den guten Ruf.

  • 1. Regionalliga West: Citybasket Recklinghausen – Hertener Löwen, Freitag, 1. April, 20 Uhr. Vestische Arena, Campus Blumenthal

Der Abend in Recklinghausen

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