1. FFC Recklinghausen

Das Wunder bleibt aus: So lief das letzte Spiel in der Meisterrunde

Der 1. FFC Recklinghausen verliert das letzte Spiel der Meisterrunde in der Regionalliga West gegen den VfL Bochum unglücklich mit 1:2. Eine Leistungssteigerung ist aber klar zu erkennen.
Im letzten Spiel der Meisterrunde in der Regionalliga West schenkten sich die Fußballerinnen von 1. FFC Recklinghausen und VfL Bochum nichts. © Jochen Börger

Das erhoffte Fußballwunder von Billerbeck fand für die Regionalliga-Fußballerinnen des 1. FFC Recklinghausen am Sonntag nicht statt.

Die Mannschaft von Trainerin Laura Neboli unterlag in ihrem letzten Spiel der Meisterrunde in der Regionalliga West im Sportzentrum Billerbeck vor knapp 500 Zuschauern (rund zwei Drittel von denen hielten es mit den Recklinghäuserinnen) trotz engagierter Leistung unglücklich mit 1:2 (1:1). Zur Meisterschaft und der damit verbundenen Teilnahme an den Aufstiegsendspielen zur Zweiten Bundesliga gegen Südwest-Meister SV Göttelborn reichte das natürlich nicht mehr. Ins Saarland fahren nicht ganz unerwartet die Sportfreunde Siegen.

Die Neboli-Truppe hatte es gegen Bochum bekanntlich ohnehin nicht mehr in eigener Hand, musste im „Heimspiel“ im Münsterland drei Punkte und vor allem sechs Tore gutmachen auf die Siegenerinnen.

350 Fans unterstützen ihre Mannschaft

Dennoch versuchten die Gastgeberinnen alles, spielten zunächst mutig nach vorne. Und unterstützt von den rund 350 mitgereisten FFC-Fans, von denen der eine oder andere immer auch mit einem Ohr im Kölner Rhein-Energie-Sportpark war, ergab sich in der Anfangsphase auch eine gute Möglichkeit. Nach einem Angriff über die halblinke Seite hatte Besiana Recica freie Bahn, schoss aus 16 Metern aber knapp am Tor vorbei (20.). Auf der anderen Seite musste FFC-Keeperin Lisa Czora in den ersten Minuten einmal eingreifen. Einen Freistoß von Laura Radke von der Strafraumgrenze lenkte die Torfrau sicher zur Ecke (5.). Die Neboli-Elf zeigte in der Folge, dass sie es besser kann als vor allem in den schwachen ersten 45 Minuten in Siegen, als man am Ende verdient mit 0:2 verloren hatte.

Streller trifft gleich mit ihrem ersten Ballkontakt

Doch der VfL, für den es in dem Spiel eigentlich um nichts mehr ging, war offenbar nicht ins Münsterland gereist, um die Punkte kampflos abzuliefern. Und die Gäste gingen durch die kurz zuvor für Alessandra Vogel eingewechselte Svenja Streller sogar in Führung (29.). Mit einem schönen Schlenzer aus 20 Metern nutzte die VfL-Stürmerin ihren ersten Kontakt nur 20 Sekunden nach ihrer Einwechslung zum 0:1.

Lange freuen durfte sich die Mannschaft von Trainer Paul Müller, für den die Partie zeitgleich die letzte als VfL-Coach war, darüber aber nicht. Im Gegenzug wurde Recica im 16er von den Beinen geholt. Schiedsrichterin Vanessa Arlt zeigte sofort auf den Punkt und Katharina Prinz ließ sich diese Chance zum 1:1 nicht entgehen (31.). Bei diesem Zwischenstand wurden auch die Seiten gewechselt.

Laura Radke trifft wie aus dem Nichts

Nach der Pause blieb der 1. FFC zwar engagiert, aber mehr und mehr schwand der Glaube an ein Wunder. Bochum hatte zunächst die besseren Chancen, bei einem Lattentreffer von Laura Radke aber Pech (54.). Kurz darauf scheiterte Maja Hünnemeyer aus kurzer Distanz (58.). Dann hämmerte Chiara Tat das Leder auf der anderen Seite an die Latte – Pech für den FFC. Bochums Torfrau Tina Lingsch bekam die Finger noch hinter den Ball (68.). Der FFC drückte. Zehn Minuten vor dem Ende vergaben Amai Matsumoto und Mandy Reinhardt bei einer doppelten Großchance das 2:1. Wie aus dem Nichts war es dann Laura Radke, die nach abgewehrtem Freistoß von Völsing zum 1:2-Endstand abstaubte (88.).

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