Fußball

Der „Bomber“ verlässt den FC 96 Recklinghausen

Mit einem Trio vom Bezirksligisten SV Vestia Disteln hat sich der FC 96 Recklinghausen zur neuen Saison prominent verstärkt. Aber es gibt auch Abgänge, die durchaus schmerzlich sind.
Maxi Wilk (r.) verlässt den Hohenhorst: Der Mittelstürmer, der in der Saison 2017/2018 mal 60 Tore in einer Spielzeit für den FC 96 erzielte, schließt sich dem SSC Recklinghausen an. © Kevin Korte

Dass Philip Umierski, Jan-Niklas Lobert oder Tim Gilgner demnächst im Stadion Hohenhorst in Recklinghausen statt an der Fritz-Erler-Straße in Herten-Disteln kicken, das hat die Konkurrenz des FC 96 Recklinghausen in der Kreisliga A2 aufmerksam registriert. Für die meisten gehörte die Mannschaft von Spielertrainer Pascal Kötzsch ohnehin schon zum engen Kreis der Aufstiegsaspiranten. Jetzt aber kommt eine Nachricht, die den Anhängern des FC nicht schmecken dürfte und die Konkurrenz in der Liga aufatmen lässt: Der Toptorjäger der letzten Jahre wird die Hohenhorst-Truppe verlassen.

Maxi Wilk schließt sich dem SSC Recklinghausen an

Maximilian Wilk, der den FC 96 im Meisterjahr 2018 in der Kreisliga B mit sagenhaften 60 (!) Saisontreffern fast im Alleingang zurück in die Kreisliga A schoss, wird den Klub verlassen. Auch das Ziel steht bereits fest. Und es dürfte etwas überraschen. Maximilian Wilk wechselt nicht etwa ein, zwei Spielklassen höher, sondern schließt sich dem Fusionsklub SSC Recklinghausen an, der in der Kreisliga B spielt.

Der Mittelstürmer, der in der Spielzeit 2018/2019 mit 37 Toren auch in der Kreisliga A direkt wieder ganz vorne landete in der Torjägerliste, hat berufliche Gründe für seinen Wechsel angegeben, wie Michael Strzys, Torwart und Sportlicher Leiter beim FC 96, sagt. „Es ist natürlich schade, dass er uns verlässt. Er will sich aber verstärkt auf seine Ausbildung bei der Polizei konzentrieren. Für 40 Tore in der Kreisliga B ist er aber immer gut“, schwärmt Strzys. An der Langen Wanne dürfte der SSC Recklinghausen, der schon ohne Wilk einen starken Kader hatte und bei Saisonabbruch auf Rang zwei hinter BW Westfalia Langenbochum II lag, wieder zu den Favoriten gehören.

Marc-Andre Schüßler zurück zum Erler SV

Doch zurück zum FC 96: Da hat sich auch Marc-Andre Schüßler bereits abgemeldet. Nach nur einer Saison im Hohenhorst wird der offensive Mittelfeldspieler, der vor der Saisonannullierung in allen acht Spielen zum Einsatz kam (zwei Tore), zu seinem Heimatverein Erler SV zurückkehren. „Der Wechsel hat familiäre Gründe“, sagt Strzys und fügt hinzu: „Auf der 8er-oder 10er-Position sind wir aber auch ohne ihn top besetzt.“ Allerdings wird dort bekanntlich auch Fatih Aldibas nicht mehr zur Verfügung stehen, den es zum FC Frohlinde in die Landesliga zieht. Offen ist auch, was Rechtsverteidiger Alper Gülser in der neuen Saison macht, der seinen Verbleib von seiner beruflichen Zukunft abhängig macht. „Eventuell zieht es ihn ins Münsterland“, sagt Strzys.

Torwart und Innenverteidiger werden noch gesucht

Und dann könnte für den FC 96 noch eine weitere Baustelle auf der Torwartposition entstehen. Dann nämlich, wenn neben Hakan Cengel, der offenbar lieber beim B-Ligisten SC Herten im Feld spielen möchte, auch noch Jan Ost die Recklinghäuser verlassen wird. Die Personalplanung ist also noch längst nicht erledigt, wie auch Strzys zugibt: „Wir suchen noch einen Torwart und einen Innenverteidiger.“

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