Frauenfußball

DJK Spvgg. Herten glückt im Derby eine meisterliche Glanzleistung

Die Fußballerinnen der DJK Spvgg. Herten bleiben in der Bezirksliga 5 weiter ungeschlagen. Das Derby beim 1. FFC Recklinghausen gewannen die Schützlinge von Marc Bahl mit 1:0 (0:0).
Die Flanke der Recklinghäuserin Carlotta Hoffrogge (l.) kann hier die Hertenerin Julia Hasler nicht unterbinden. © Ronald Brendel

Marc Bahl, Trainer des Bezirksliga-Spitzenreiters DJK Spvgg. Herten, war nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg beim 1. FFC Recklinghausen II richtig stolz auf seine Spielerinnen. „Wenn man drei oder vier Spielerinnen aus dem Regionalliga-Kader bringt, ist das in Ordnung. Aber die Recklinghäuserinnen hatten in der Regionalliga spielfrei, haben gleich sieben Spielerinnen eingesetzt. Für mich ist das ein Unding, schlichtweg Wettbewerbs-Verzerrung. Das hat ja mit Bezirksliga-Fußball nichts zu tun“, sagt Marc Bahl.

Und fügt hinzu: „Diese Mannschaft des 1. FFC wird wohl nie wieder so auflaufen.“ In der Tat hatten sich die Gastgeberinnen enorm verstärkt. Das fing im Tor mit Lisa Czora an, das hörte vorne im Sturm mit Gizem Kilic auf. „Beim 1. FFC lagen anscheinend am Ende die Nerven blank. Kilic musste kurz vor Schluss sogar Gelb-Rot-gefährdet ausgewechselt werden. Für mich hat sie sogar an Laura Lombardi eine Tätlichkeit verübt“, sagt Marc Bahl.

Spitzenreiter ändert seine Spielweise

Nicht nur mit dem starken Gegner bekamen es die Hertenerinnen zu tun, auch mit den Platzverhältnissen hatten sie zu kämpfen. „Wir haben auf einem Acker gespielt, das war eine Holperwiese“, sagt Marc Bahl. Somit lautete die Devise: Den Ball lang nach vorne spielen. Generell änderte der Spitzenreiter seine Spielweise. Diesmal machte die DJK Spvgg. nicht das Spiel, sondern stellte sich hinten rein, verteidigte mit Mann und Maus.

Und letztlich erspielten sich die Hertenerinnen über die gesamten 90 Minuten nur zwei gute Chancen. Eine davon passte aber. In der 82. Minute zog Nadine Rzytki von der rechten Seite an die Strafraumkante, schlenzte dann den Ball lang hoch in den Winkel. „Ein Traumtor, da passte keine Zeitung mehr zwischen Ball und Latte“, meint Marc Bahl.

„Haben gezeigt, dass wir ein Team sind“

Auf der anderen Seite verteidigten die Hertenerinnen im Kollektiv aufopferungsvoll. „Wir haben gezeigt, dass wir ein richtiges Team sind“, meint der DJK-Trainer. Die Recklinghäuserinnen hatten sicher ein Chancenplus, scheiterten aber an Emily Kandziora im DJK-Gehäuse. Pikanterweise hat die Torfrau eine FFC-Vergangenheit. „Letztlich waren wir effektiver“, meint Marc Bahl.

Zudem kam noch frohe Kunde aus Seppenrade. Der Tabellenzweite, der zuletzt im Katzenbusch mit 2:3 unterlag, zog gegen den FC Marbeck mit 0:1 den Kürzeren. Somit haben die Hertenerinnen als Spitzenreiter satte sechs Punkte Vorsprung. Von Meisterschaft will Marc Bahl aber noch nichts wissen. „Wir sind auf einem guten Weg, wir haben aber erst neun Spieltag absolviert. Da kann noch so viel passieren in der Saison“, sagt der DJK-Trainer.