Fußball

Es grünt bald in Suderwich – mit einem Hauch von Bayern München

Der symbolische Spatenstich für den Kunstrasenplatz der SG Suderwich ist erfolgt. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten an der Lülfstraße abgeschlossen sein.
Ran an die Schaufel: Der symbolische Spatenstich für den Kunstrasenplatz bei der SG Suderwich ist erfolgt. © Jochen Börger

Christoph Meyer gilt als durchaus zurückhaltender Zeitgenosse, der sich wahrscheinlich gar nicht mit ganz großen Trainern vergleichen möchte. Doch in einem Punkt zieht der Coach des Bezirksligisten SG Suderwich schon in wenigen Wochen tatsächlich mit Julian Nagelsmann, Pellegrino Matarazzo oder Sebastian Hoeneß gleich.

Der Zauberbegriff lautet „LigaTurf Cross 235 14/8 (S)“ – und hierbei handelt es sich um die aktuell modernste Variante, was der Markt beim Bau von Kunstrasenanlagen hergibt. Die Kicker von Bayern München galoppieren auf „Liga Turf“ über ihr Trainingsgelände ebenso wie in Stuttgart oder Hoffenheim. Und bald ist es auch in Suderwich so weit.

„Es ist Zeit für eine neue Licht-Ära“

Was lange währt, wird also an der Lülfstraße nun gut. Die Baustelle ist eingerichtet, längst haben die Bauarbeiter das Sagen – und die Geschichte wurde gar ein Fall für Archäologen. Symbolische Spatenstiche wie jetzt gehören für derlei Vorhaben einfach dazu. Bürgermeister Christoph Tesche, Sportdezernent Dr. Sebastian Sanders, Sportausschuss-Vorsitzender Jürgen Nethöfel und dessen Stellvertreterin Martina Moskau-Ruhnau griffen mit den Suderwicher Klubverantwortlichen zur Schaufel. Und welche Strahlkraft die neue Anlage ausüben möge, unterstrich der Bürgermeister mit folgender Aussage: „Mit der ersten Flutlichtanlage in LED-Technik ist es außerdem Zeit für eine neue Licht-Ära in den Stadien Recklinghausens.“

Suderwicher Fußball-Urgesteine wie Wilhelm Burrichter, Josef Kirwel oder Gerd Temme und das Team um Abteilungsleiter Dirk Flacke vernehmen solche Botschaften gern. Gleichwohl sind noch weitere Abstimmungsgespräche notwendig – auch mit Blick auf den Kabinentrakt oder einen Verkaufsstand an der neuen Anlage.

Hoffen auf Übergabe Ende 2021

Nun muss vor allem das Wetter mitspielen. „Wenn alles passt, können wir die Sportfläche noch in diesem Jahr übergeben“, sagte Axel Fritz, Fachbereichsleiter Mobilität, Stadtgrün und Straßenbau. Gesichert ist alles natürlich nicht, Dauerregen, aber auch Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Baumaterialien können solche Arbeiten auch mal schnell in Verzug bringen. Es ist der fünfte Kunstrasenplatz, den die Stadt baut – nach den Standorten beim FC Leusberg, SSC Recklinghausen, FC/JS Hillerheide und SV Hochlar 28.

Zwei-Jahres-Plan soll bestehen bleiben

Und es wird nicht der letzte gewesen sein. Der Zwei-Jahres-Plan zum Bau neuer Anlagen soll eingehalten werden. Die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern, dass in Stuckenbusch, Röllinghausen und auch am Stadion Hohenhorst mehr als nur ein gewisses Grundinteresse besteht. Gerne auch auf „LigaTurf Cross“. Ein bisschen große weite Kunstrasen-Welt kann ja nicht schaden.

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