Handball

Fehlstart: PSV verliert das Derby gegen Herne

Die PSV Recklinghausen unterliegt im Verbandsliga-Derby gegen den HC Westfalia Herne mit 19:25 (10:14). In der Halle Nord erleben 210 Zuschauerinnen und Zuschauern den Fehlstart mit.
Chancen sind da, im Abschluss hapert es: Hier versucht sich der Recklinghäuser Dominik Moog. © Ronald Brendel

Unverdient war die Niederlage der PSV Recklinghausen gegen den HSC Westfalia Herne zum Saisonauftakt nicht: Auf Augenhöhe war die PSV bis zur 24. Minute und dem 8:9. Danach setzte sich Herne bis zur Halbzeit auf 10:14 ab. Und diese Lücke bekamen die Recklinghäuser nach der Pause nicht mehr geschlossen. Im Gegenteil.

PSV-Trainer Nadim Karsifi wollte hinterher in seinem Frust erst einmal gar nichts sagen. Sein Herner Kollege Stefan Krebietke hatte ein „typisches erstes Saisonspiel“ ausgemacht: „Es waren doch einige technische Fehler zu sehen.“ Unter dem Strich bei der PSV einige mehr als bei seinem Team.

Dabei war die Recklinghäuser Leistung in der Defensive alles in allem in Ordnung. Lukas Mehlwitz, der PSV-Torhüter, bot eine tadellose Leistung und hielt, was zu parieren war. Und 25 Treffer gegen den HC Westfalia zu kassieren ist auch sicher kein Debakel.

Jörn Maiss hält die Punkte für Herne fest

Auf der anderen Seite aber scheiterte die PSV immer wieder am auffälligsten Herner, Schlussmann Jörn Maiss. Er war hinterher der gefeierte Mann bei den Gästen. „Wir haben ihn aber auch regelrecht warm geschossen“, monierte Routinier Roland Lange hinterher selbstkritisch. „Chancen haben wir genug herausgespielt. Leider haben wir nach 20, 25 Minuten angefangen, auch freie Würfe zu vergeben.“

Fehlschüsse von der Siebenmeter-Marke

Dazu leisteten sich die Gastgeber in der Derby-Hektik etliche halbgare Abschlüsse oder scheiterten von der Siebenmeter-Marke. Besonders bitter war das Mitte der zweiten Hälfte, als die PSV durch zwei Treffer von Yannick Kliem von 12:18 auf 14:18 verkürzte und kurzzeitig Hoffnungen auf eine Aufholjagd keimten. Die Stimmung bei den Recklinghäuser Fans auf der Tribüne kühlte aber schnell wieder herunter. Über fünf Minute blieb die PSV ohne Treffer: Die Recklinghäuser Schützen bekamen den Ball einfach nicht an Torhüter Maiss vorbei.

  • PSV: Mehlwitz, Busche – Lange, S. Berg, Viermann, Kleine 1, Kliem 4/1, Kroellken 4/1, Moog 2/1, Pamp 3, P. Berg 2/1, Stracke, Noreikat
  • HC Westfalia: Maiss, Ebereonu – Schumann, Klamann, Rohde 3, Sibbel 5, Hodde 1, Schade, Ollesch, Ihnen, Scheunermann 10/8, Sauerland, Meier 2, Kostuj 2, Rödiger
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