Fußball

Fußabdrücke gegen Rassismus – der 1. FFC Recklinghausen zeigt Flagge

Jede Initiative im Kampf gegen Rassismus im Sport ist wichtig. Der 1. FFC Recklinghausen ist mit einem Stiftungs-Sonderpreis ausgezeichnet worden.
Zusammen gegen Rassismus: Der 1. FFC Recklinghausen zeigt mit einer kreativen Aktion Flagge und bekommt einen Stiftungs-Sonderpreis. © Privat

Wie schön wäre es, wenn man über solch ein Thema gar nicht mehr große Worte verlieren müsste. Doch die Realität ist leider auch im Sport immer noch eine andere. Jedes Zeichen gegen Rassismus ist wichtiger denn je. Das sagte sich auch der 1. FFC Recklinghausen, der jetzt für eine bemerkenswerte Aktion belohnt wird.

Die Westfalen Sport-Stiftung mit Sitz in Kamen, gegründet im Jahr 2010 auf Initiative des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (FLVW) und danach von der Bezirksregierung Arnsberg anerkannt, hatte jüngst Vereine zu kreativen Aktionen im Kampf gegen Rassismus aufgerufen. Der 1. FFC Recklinghausen ließ sich nicht lange bitten. Verdienter Lohn jetzt: Ein Stiftungs-Sonderpreis in Höhe von 500 Euro.

#wirsindbunt, #respekt

In Windeseile waren die Klubverantwortlichen Feuer und Flamme, sich kreativ an der Aktion zu beteiligen. „Rassismus hat bei uns keinen Platz“, hatte beispielsweise auch Sportdirektor Andreas Krznar während des letzten Spiels in der Meisterrunde der Regionalliga West gegen den VfL Bochum (1:2) per Mikro vor dem Einlauf der beiden Mannschaften betont. Den Worten hatte der komplette Verein zuvor auch schon Taten folgen lassen.

Die Fußballerinnen aller Altersklassen im FFC wurden gefragt, wie sie generell über Rassismus im Verein und Sport denken. Das Resultat: Ein gemeinsam gestaltetes Tischtuch mit klaren Aussagen im „Hashtag-Format“ von #wirzeigenfarbe, #toleranz, #wirsindbunt, #respekt, #jedermenschzählt, #rotekartegegenrassismus oder #vielfalt.

„Märchen vom angeblich unpolitischen Sport“

„In diesem Verein gibt es eine große Vielfalt. Jede Nation, Religion, Hautfarbe, Herkunft usw. ist willkommen und akzeptiert“, lobt auch die Stiftung die Recklinghäuser Initiative und spricht von einem „klaren Bekenntnis zu Vielfalt und Toleranz“. Mit dem Preisgeld in Höhe von 500 Euro wolle man dem Verein Mut machen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

In der Preis-Begründung der Stiftung heißt es zudem weiter: „Es ist an der Zeit, mit dem Märchen vom angeblich unpolitischen Sport aufzuräumen. Dem 1. FFC Recklinghausen danken wir dafür, dass er zu dieser Aufräumarbeit so eindrucksvoll beigetragen hat.“

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