Handball

Humor ist: Phil Pamp von der PSV ist Handballer ohne Hände (auf Zeit)

Immer wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, gibt‘s noch eins auf die Mütze. Im Falle von Phil Pamp, Verbandsliga-Handballer der PSV Recklinghausen, muss es heißen: Auf die Hände!
Er nimmt‘s mit Humor: Phil Pamp ist bei den Verbandsliga-Handballern der PSV Recklinghausen endgültig zum Seuchenvogel mutiert. © Privat

Der 22 Jahre junge Recklinghäuser wird den letzten Samstag in besonderer Erinnerung behalten: Nach der 24:25-Niederlage seiner Mannschaft gegen den TV Verl begab sich der Rückraumspieler in ärztliche Behandlung. Zu Ende gespielt hatte Pamp, seit 17 Jahren PSVer durch und durch, die Begegnung schon. „Beim Spiel habe ich das zuerst gar nicht gemerkt, dass da was war“, so der Recklinghäuser am Montag. Er erinnere sich nur an eine Situation in der 39. Minute, als er einen Stoß bekam und mit dem Finger im Trikot des vorgezogenen Deckungsspielers hängen geblieben war.

Im Krankenhaus dann die Diagnose: In der rechten Hand ist der Zeigefinger gebrochen, links ein Finger geprellt, ob noch mehr kaputt ist, soll ein MRT zeigen. Die Ärzte stellten beide Hände erst einmal ruhig, was bedeutet: Rechts trägt Pamp einen dicken Gips, links einen stattlichen Verband.

2019 war‘s die Schulter, jetzt sind‘s beide Hände

Damit ist nicht nur an Handball vorerst nicht zu denken, auch viele Dinge des Alltags sind fast unmöglich. „Schmerzen habe ich aktuell keine, aber natürlich wurmt vor allem, dass ich total eingeschränkt bin gerade“, so der Recklinghäuser.

Der gilt damit als echter Seuchenvogel bei der PSV: 2019 fiel Pamp schon einmal für gut ein halbes Jahr aus, damals hatte er die Schulter verletzt. Wann der 22-Jährige in dieser Saison wieder im Trikot auf dem Feld stehen wird, bleibt offen.

Phil Pamp macht gute Miene zum bösen Spiel: Auf dem Foto, das der Verein in den sozialen Netzwerken teilt, lacht er schon wieder in die Kamera.